Assekuranz erweitert Kundenservice

18.4.2012 (€) – Die Nähe zum Kunden, die unter den Vertriebsstrukturen der „guten, alten Zeiten“ noch die Vermittler für die Versicherer garantierten, muss bei der „Web 2.0“-Generation, aber auch bei anderen Zielgruppen anders generiert werden. Die vier Anbieter Direct Line, Axa, Hiscox und Debeka präsentieren dafür in Zusammenhang mit ihren Produktangeboten nun sehr unterschiedliche neue Ansätze.

Als die britische Mutter der Direct Line Versicherung AG 1985 nahe London gegründet wurde, waren Telefone üblicherweise noch per Kabel mit einer Steckdose in der Wand verbunden. Beim Start der deutschen Tochter im Jahre 2002 (VersicherungsJournal 21.2.2002) war das Handy längst weltweiter Standard.

2012, so ließ sich der Kfz-Direkt-Versicherer durch eine Prognose des Hightech-Branchenverbands Bitkom belehren, dürften in Deutschland nun erstmals mehr Smartphones als herkömmliche Mobiltelefone verkauft werden. Diese Entwicklung will der Pionier dieses Vertriebswegs natürlich nicht verpassen.

Mobile Website zum zehnjährigen Jubiläum der Direct Line

Bereits vor zwei Jahren habe Direct Line das Angebot um eine mobile Anwendung ausgebaut, erinnert das Unternehmen. Dabei handelt es sich um eine kostenlose Auto-Unfall-App, die auch genutzt werden könne, wenn der Betroffene selbst kein Direct Line-Kunde ist (VersicherungsJournal 28.2.2011).

Zum zehnjährigen Jubiläum des Unternehmens werde das Online-Service-Angebot jetzt um eine mobile Website erweitert. Die biete den Kunden die Möglichkeit, mit dem Smartphone auch von unterwegs auf directline.de zu surfen und sich über die Angebote zu informieren.

Axa hat Berufseinsteiger im Blick

Mit einem erweiterten Informations- und Beratungsangebot meldet sich auch der Axa-Konzern zu Wort. Die Zielgruppe sind in diesem Fall die Berufseinsteiger.

Zur Serviceverbesserung sei das ganzheitliche Beratungskonzept „plan 360˚“, welches auch die im Laufe der Zeit auftretenden Veränderungen der Lebenserfordernisse abdecken soll, auf die Bedürfnisse der 16- bis 29-Jährigen erweitert worden, wird mitgeteilt. Abgedeckt würden alle wichtigen Aspekte von der Absicherung des Eigentums über die Existenzsicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit bis hin zu Fragen der Altersvorsorge.

Neue Facebook-Seite auch für Vertriebspartner interessant

Ebenfalls für Berufseinsteiger sei die neue Facebook-Seite „startklar!“ gedacht. Die dort zur Verfügung gestellten Informationen und Tipps sollen jungen Menschen helfen, sich vom ersten Tag an sicher im Job zu bewegen.

Vertriebspartner könnten die Inhalte zugleich nutzen, um der Zielgruppe eigene Infos rund um den Berufseinstieg zu geben, macht Norbert Eickermann aufmerksam. Der Axa-Experte für die Absicherung von Einsteigern ist daher nun besonders gespannt, wie die seit einigen Wochen online gestellte Offerte ankommt.

Hiscox erinnert an Risiken der Sachwerte

Ganz und gar nicht um virtuelle Welten geht es bei einem Angebot von Hiscox Insurance Company Ltd., Niederlassung für Deutschland, auf das deren Hauptbevollmächtigter Robert Dietrich hinweist. Dabei handelt es sich um den Gutachter-Service des Spezialversicherers zur Ermittlung von Vermögenswerten.

Sachwerte – von Immobilien über Kunst und Antiquitäten bis hin zu Edelmetallen – stehen angesichts der Wirren an den Kapitalmärkten derzeit nicht zuletzt bei vermögenden Privatkunden als Kapitalanlage wieder besonders stark im Fokus, konstatiert Dietrich. Deshalb wachse das Risiko der Unterversicherung.

Gutachten-Aktualisierung wird oft vergessen

Oft werde schlicht vergessen, neue Anschaffungen den Vermögensaufstellungen hinzuzufügen. Außerdem würden einmal erstellte Gutachten meist lange nicht mehr aktualisiert.

Hiscox möchte seine Geschäftspartner daher in dieser Hinsicht künftig verstärkt unterstützen, verweist Dietrich auf den kostenlosen Gutachter-Service seines Hauses. Selbst für Spezialbereiche stünden in dem Netzwerk Experten bereit.

Debeka verbessert Service für krebskranke Versicherte

Ganz konkrete Hilfeleistung will auch die Debeka-Gruppe für ihre Versicherten erbringen. „Luxus-Probleme“ stehen bei dem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit dabei allerdings nicht im Mittelpunkt.

Vielmehr geht es um Menschen, die sich mit der Diagnose Krebs konfrontiert sehen. Sie möchte der Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G. nach diesem Schicksalsschlag wenigstens so weit wie möglich von den Formalitäten rund um die Kostenerstattung befreien.

Entlastung durch Direktabrechnungs-Verfahren

Für Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, sei daher nun eine Vereinbarung mit dem Verband der Zytostatika herstellenden Apothekerinnen und Apotheker e.V. (VZA) getroffen worden. In der sei das sogenannte Direktabrechnungs-Verfahren geregelt, wird mitgeteilt.

Nach Zustimmung des Versicherten erfolge die Abrechnung und Erstattung der Chemotherapie dabei direkt zwischen der Debeka und den Apotheken des VZA. Damit entfalle zum einen die Einreichung der Belege zur Erstattung bei der Krankenversicherung, zum anderen aber auch, dass der Patient in Vorkasse treten müsse.

Wie beurteilen Sie diesen Artikel?
Artikel-Werkzeuge für Sie
Diese Seite empfehlen
Schlagwörter zu diesem Artikel
Weitere Artikel der Ausgabe vom 18.4.2012
Diese Artikel könnten Sie noch interessieren