21.2.2017 (€) – Die Dialog Leben kommt jetzt mit der angekündigten „Generali Vitality“-Kombination und die Basler mit einer „einfachen“ Fondspolice. Die Continentale hält betont am Rentenfaktor fest und der Volkswohl Bund hat die Riester-Rente erweitert.
Die Dialog Lebensversicherungs-AG hat nun, wie mehrfach angekündigt, ihre Risikolebens-Tarife „RISK-vario Vitality“ und „RISK-vario Premium Vitality“ mit dem „Generali Vitality-Programm“ kombiniert (VersicherungsJournal 7.12.2016, 27.10.2016 und 24.6.2016). Ende des zweiten Quartals 2017 soll die Kombination mit den Berufsunfähigkeits-Tarifen „SBU-professional“ und „SBU.solution“ folgen.
Der Premiumtarif der Risikoleben schließt die vorzeitige Leistung bei lebensbedrohlicher Erkrankung des Versicherten ein. Bei konstanter Beitragszahlung sind für beide Risikoleben-Varianten konstante, fallende, „wahlfreie“ oder auch als Zeitrente zu gestaltende Summenverläufe möglich.
Die Mindestversicherungs-Summe beträgt 25.000 Euro; die Höchstsumme sind 7,5 Millionen Euro. Das Höchsteintrittsalter ist 65 Jahre. Monatlich müssen mindestens fünf Euro eingezahlt werden. Dynamikerhöhungen sind möglich, ebenso der Einschluss von Berufs- oder Erwerbsunfähigkeits-Schutz.
„Generali Vitality“ ist ein teils digital gestütztes Programm, das gesundheitsbewusstes Verhalten der Versicherten auf verschiedene Weise fördert. Beispielsweise werden Sport oder Vorsorgeuntersuchungen mit Preisvorteilen bei Kooperationspartnern und Rabatten auf die Prämie belohnt.
Auf dem Prüfstand
Die Continentale Lebensversicherung AG garantiert den Rentenfaktor zu 100 Prozent. Während der Vertragslaufzeit kann der Rentenfaktor vom Unternehmen nicht mehr geändert werden. Auf eine Treuhänderklausel verzichtet der Versicherer weiterhin. Sowohl die Klassiker als auch die fondsgebundenen Varianten haben einen „Garantie-Retter“.
Mit diesem sichert sich der Kunde bei Abschluss des Vertrags die dann gültigen Rechnungsgrundlagen – auch für künftige Erhöhungen des Beitrags oder Sonderzahlungen. Der Mindestbeitrag bei den Klassikern liegt jetzt einheitlich bei zehn Euro. Sonderzahlungen sind in der Regel mindestens sechsmal im Jahr möglich.
Die Continentale hatte zu Jahresbeginn alle Produkte aneinander angeglichen – und unter anderem dabei auf die Kürzungen des Rentenfaktors bei Wettbewerbern reagiert (VersicherungsJournal 16.1.2017). Zudem kann bei fast allen Renten-Tarifen ein zusätzlicher Schutz für den Fall der Berufsunfähigkeit eingeschlossen werden.
Einfache Fondspolice
Die „Basler FondsRente" hat als einziges Garantieelement den Rentenfaktor. Ihren neuen Tarif hat die Basler Lebensversicherungs-AG vor allem „einfach und transparent“ konzipieren wollen. Er enthält alle für eine fondsgebundene Altersvorsorge relevanten Versicherungsbausteine – und soll durch den Verzicht auf Garantien im Marktvergleich mehr Rendite erzielen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Motor des Produktes sind den Angaben zufolge eine große Einzelfondsauswahl und Anlagekonzepte. Unterstützt wird das Konzept von einem Treuebonus und einem nach Unternehmensangaben innovativen Ablaufmanagement. Verkauft wird über die angebundenen Vertriebskanäle sowie über die DRMM Maklermanagement AG für die unabhängigen Vermittler.
Riester aufgewertet
Die neu klassifizierten und zertifizierten Riester-Tarife der Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G. haben jetzt serienmäßig und ohne Zusatzkosten das „PLUS“ für einen integrierten Pflegeschutz. Ist der Kunde zu Rentenbeginn pflegebedürftig, erhält er durch das „PLUS“ eine höhere Altersrente.
Auch während der Rentenphase behält der Versicherte eine Option auf die erhöhte Rente im Pflegefall. Der Volkswohl Bund bietet die Riester-Rente als „Klassik modern“, wahlweise mit Gutschrift der Überschüsse oder mit Indexbeteiligung, sowie als fondsgebundene Rentenversicherung mit dynamischer Wertsicherung an.
Die Senkung des Rechnungszinses hat eine neue Kalkulation erfordert, an der Ausgestaltung der Riester-Tarife hat sich nach Unternehmensangaben aber nichts geändert.




