8.11.2022 (€) – Was ist das Erfolgsgeheimnis von Bastian Kunkel? Der Vermittler ist auf den sozialen Medien besonders erfolgreich unterwegs. Kunkel hat über LinkeIn, Youtube, Instagram oder Tiktok hunderttausende Follower. Seine Adresse Versicherungenmitkopf.de und sein Kürzel „VMK“ sind Markenzeichen und Botschaft zugleich.
Der Versicherungsmakler Bastian Kunkel ist ein Star, wenn es um soziale Medien geht. Auf der diesjährigen Vermittlermesse DKM diskutierte er mit Stefan Ritter, Geschäftsführer der Institut Ritter GmbH, über die Möglichkeiten des Social-Media-Marketings.
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- Bastian Kunkel (li.) und Stefan Ritter (re.)
(Bild: Schmidt-Kasparek)
Ritter sitzt in der Jury des „Jungmakler Award“ der BBG Betriebsberatungs GmbH (VersicherungsJournal 28.10.2022). Mit dem Gewinn dieser Auszeichnung im Jahr 2017 hatte der Höhenflug von Kunkel begonnen (27.10.2017). Nun berichtete er von seiner Arbeit und seinem persönlichen Leben als erfolgreicher Influencer.
Für die Arbeit feste Rituale prägen
„Ich werde immer wieder gefragt, ob sich der ganze Aufwand lohnt“, sagte Kunkel. Die Antwort sei ein klares Ja. Auch wenn es immer wieder Kritiker gebe, die der Meinung sind, Influencer dürften kein Geld verdienen.
Eine wichtige Botschaft ist es, für die Arbeit in sozialen Medien feste Rituale zu prägen. Denn für diesen Job müsse man kreativ sein. Und das gehe immer nur, wenn die Veröffentlichungen auch Spaß machen würden. Die Arbeit sollte daher sinnvoll in den Tag integriert werden, ohne dass es in Mehrarbeit ausartet.
Kunkel warnte davor, sich plötzlich 20 oder mehr Posts vorzunehmen. Eine weitere Botschaft des Influencers: Schau nicht, was Du von der geplanten Information hast, sondern was andere davon haben. Soziale Medien hätten viel mit Psychologie zu tun. Daher sollten die Botschaften für andere Menschen werthaltig sein.
Regionale Verwurzlung darstellen
Nach Einschätzung von Ritter braucht man aber nicht unbedingt eine große Masse an Followern. Mit 500 bis 600 könnte man schon Geschäft machen. Grund wäre, dass bei guten Botschaften die Reichweite über Verlinkungen steigen würde.
Ein mögliches Erfolgsrezept sei es zudem, einfach nur seine regionale Verwurzlung darzustellen. Also viele Botschaften aus seiner Stadt zu posten. „Dann kommt eines Tages der lokale Verein auf dich zu und will ebenfalls aufgenommen werden“, erzählte Kunkel.
Zudem verwies der Medienstar darauf, dass man nicht zu viele „Storys“ veröffentlichen sollte. „Sonst schaut das einfach niemand mehr.“
Watchtime ist Güte-Indikator

- Aus dem Instagram-Reel von Bastian Kunkel
(Screenshot: Schmidt-Kasparek)
Einer der wichtigsten Kontrollmechanismen sei die sogenannte Watchtime, die Zeit also, die ein User auf der Botschaft verweile. Je länger, desto besser, weil dann die jeweiligen Plattformen längere Werbung anzeigen könnten. Daher könnten Storys durchaus einen sogenannten Loop haben und wieder von vorne anfangen.
Offen sprach Kunkel darüber, dass nicht jedes Video gut ankommt. Man sollte sich aber von Misserfolgen nicht entmutigen lassen. „Immerhin weißt du, dass du Menschen kostenlos geholfen hast. Und du machst dann das nächste Video einfach besser“, erklärte der Vermittler Zudem würde es immer wieder sogenannte „Hater“ oder „Grammatik-Polizisten“ geben. Sie müsse man ganz einfach ignorieren.
In allen Botschaften Authentizität bewahren
Ganz wichtig wäre eine Konzeption mit guter Idee und ein Skript. Gleichzeitig benötige man aber eine gewisse Routine und Unbefangenheit, die Botschaft dann locker rüberzubringen. „Der Versuch, über einen Teleprompter den Text abzulesen, hat zumindest bei mir nicht funktioniert“, erläuterte Kunkel. Man müsse vielfach über seinen eigenen Schatten springen und einfach „quatschen“.
In gewissem Umfang könne man auch Persönliches verlauten lassen. So hat Kunkel veröffentlicht, dass er seit geraumer Zeit Vater ist. Nun bekommt er tatsächlich immer wieder Anfragen von jungen Eltern.
Auf jeden Fall gelte es, in allen Botschaften seine Authentizität zu bewahren. Eine unperfekte Story würde oft deutlich mehr Echo hervorrufen als eine perfekte. Kunkel: „Auf keinen Fall sollte man sich verstellen und eine Rolle spielen.“
Mittlerweile ist der Makler extrem stark vernetzt. Und sehr bekannt. Vielleicht auch ein Grund, dass hochrangige Politiker wie Christian Lindner mit ihm öffentlich kommunizieren. Im Forum wurde ihm zudem bestätigt, dass er vielfach in seinen Vorträgen sehr humoristisch wirkt. „Wie Sie einen Versicherer und einen Kunden gleichzeitig spielen, ich habe mich scheckiggelacht“, bestätigte etwa die Moderatorin der Diskussion.




