Betriebliche Krankenversicherung braucht noch viel Beratung

30.7.2021 (€) – Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) steht im Fokus des VersicherungsJournal-Extrablatts 3|2020. Das Heft erscheint am 30. August. Nicht-Abonnenten können es bis zum 12. August bestellen.

Rund 1,04 Millionen Personen hatten Ende 2020 eine betriebliche Krankenversicherung (bKV). Laut Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) haben etwa 13.500 Unternehmen für ihre Mitarbeiter einen bKV-Rahmenvertrag vereinbart.

Die bKV ist eine durch den Arbeitgeber organisierte und meist auch finanzierte Form der Krankenversicherung. Sie ist Thema des nächsten, am 30. August erscheinenden VersicherungsJournal-Extrablatts 3|2020.

Zuwachs von niedrigem Niveau aus

Im Hinblick auf mehr als drei Millionen Betriebe mit fast 34 Millionen Sozialversicherungs-pflichtig Beschäftigten in Deutschland ist die Durchdringungsrate der bKV noch gering – ein knappes halbes Prozent bei den Unternehmen, fast drei Prozent bei den Beschäftigten.

Das birgt also Vertriebspotenzial. Mit einer Aussage zur Größe dieses Potenzials hat Frank Kettnaker unlängst in der Branche für Aufmerksamkeit gesorgt. Für den Vertrieb- und Marketing-Vorstand des Alte Leipziger/Halleschen-Konzerns ist „sehr gut vorstellbar, dass die bKV im Neugeschäft in fünf Jahren so wichtig ist wie die Vollversicherung“.

Kettnaker betont, dass die bKV ein Wachstumsmarkt ist, sieht aber auch, dass der Bedeutungswandel des Geschäftszweigs auf der Schwäche der Vollversicherung fußt.

„Sollten die Wechselmöglichkeiten zwischen gesetzlicher Krankenversicherung GKV und PKV verbessert werden, (...) würde das zu einem Wachstum in der Vollversicherung führen. Die Aussage, dass die bKV in fünf Jahren im Neugeschäft so wichtig ist wie die Vollversicherung wäre dann – glücklicherweise – eine Fehlprognose.“

Was den Vorteil ausmacht

Die bKV kann für alle Beteiligten von Vorteil sein. Mit dieser „Win-Win“-Situation für Beschäftigte und Arbeitgeber wird vielfach geworben und im Extrablatt 3|2021 gezeigt. Auch für die Assekuranz ist dieses Geschäftsfeld lohnend – beispielsweise, weil so auch neue Kunden für andere Produkte akquiriert werden können.

Die Continentale-Studie 2020 zeigte auch, dass die Beschäftigten vielfach noch schlecht informiert sind – etwa bei den Auswirkungen der betrieblichen Absicherung auf Steuern und Sozialabgaben, beim Thema Gesundheitsprüfung oder der Mitnahme der bKV beim Wechsel ihres Arbeitgebers. So wissen laut Umfrage des Continentale Versicherungsverbundes beispielsweise 61 Prozent nicht, dass sie bei per bKV bei der Gesundheitsprüfung profitieren.

VersicherungsJournal-Extrablatt 3 2021 (Bild: VersicherungsJournal)
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Der Wissensstand bei den Arbeitgebern ist kaum größer. Mehr als jedes dritte Unternehmen kennt Vorteile wie den Verzicht auf Wartezeiten oder auf Gesundheitsprüfung nicht, hat die Funk Vorsorgeberatung GmbH jüngst für ihren „Betriebliche Krankenversicherung Survey 2020/2021“ ermittelt. Die Aussagen fußen auf einer Stichprobe von 116 Unternehmen.

So kommt das Extrablatt zu Ihnen

Das Extrablatt 3|2021 kann kostenlos als PDF-Datei im Internet heruntergeladen werden. Die Druckausgabe kann bis zum 12. August über dieses Formular bestellt werden. Auch das Heft ist – im Inlandsbezug – kostenfrei.

Wer das Extrablatt bereits abonniert hat, bekommt auch diese Ausgabe automatisch zugesandt. Premium-Abonnementen des VersicherungsJournals werden bevorzugt bedient und können rund eine Woche früher auf die neue Ausgabe im PDF-Format zugreifen.

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