21.8.2017 (€) – Dortmund ist die beliebteste deutsche Region für Wohnungseinbrecher, wie aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht. Dort wurden 2016 fast 500 solcher Delikte pro 100.000 Einwohner verübt. Dahinter folgen der Landkreis Harburg und die kreisfreien Städte Bremen und Bremerhaven. Besonders niedrig war die Einbruchsrate im Landkreis Hildburghausen. Mehr als drei von vier Einbrüchen wurden in der kreisfreien Stadt Suhl aufgeklärt, gar keiner in der kreisfreien Stadt Schwabach.
Im vergangenen Jahr wurden laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS 2016) in Deutschland 151.265 Wohnungseinbrüche verübt, das waren 0,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor (VersicherungsJournal 2.5.2017).
Etwa 140.000 dieser Delikte wurden laut der Einbruchsbilanz des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) an versicherten Gebäuden verübt. Hierfür haben die Hausratversicherer im vergangenen Jahr rund 470 Millionen Euro Versicherungsleistungen aufgewendet (VersicherungsJournal 21.4.2017).
Einbrecher meiden Hildburghausen
In den 402 deutschen Landkreisen gibt es nach den aktuellen PKS-Daten gewaltige Unterschiede. Spitzenreiter mit der niedrigsten Einbruchsrate ist der Landkreis Hildburghausen im fränkischen Süden des Freistaates Thüringen. Hier wurden lediglich rund zwölf Wohnungseinbrüche pro 100.000 Einwohner gezählt.
Vergleichsweise geringe Werte von unter 20 waren auch in dem niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau, im Vorvorjahr noch Spitzenreiter (VersicherungsJournal 19.7.2016), sowie im niederbayerischen Landkreis Regen verzeichnet worden. Knapp über dieser Marke lagen die kreisfreie Stadt Hof in Oberfranken sowie der unterfränkische Landkreis Haßberge.
Höchste Einbruchsrate in Dortmund
Die höchste Einbruchsrate gab es in der kreisfreien Ruhrgebiets-Stadt Dortmund mit fast 500 Wohnungseinbrüchen pro 100.000 Einwohner. Auf die zweithöchste Einbruchsrate kommt der niedersächsische Landkreis Harburg vor der kreisfreien Stadt Bremen, wo im vergangenen jeweils über 460 solcher Delikte polizeilich erfasst wurden.
Dahinter folgen die kreisfreien Städte Bremerhaven (hier wurden 2015 noch die mit Abstand meisten Wohnungseinbrüche gezählt), Hamburg und Leverkusen. Hier wurden jeweils über 400 solcher Delikte pro 100.000 Einwohner registriert.
Große Unterschiede bei den Aufklärungsquoten
Deutliche Unterschiede gibt es auch bei der Aufklärungsquote, die den aktuellen PKS-Daten zufolge 2016 bundesweit bei einem Sechstel lag. Am niedrigsten war die Quote in der kreisfreien Stadt Schwabach in Mittelfranken: Hier wurde gar keiner der insgesamt 14 polizeilich erfassten Wohnungseinbrüche aufgeklärt.
Auch in den beiden oberbayerischen Landkreisen Weilheim-Schongau und Erding, in dem oberpfälzischen Landkreis Amberg-Sulzbach sowie in der kreisfreien Stadt Landshut in Niederbayern war die Aufklärungsquote mit jeweils unter fünf Prozent sehr niedrig ausgeprägt.
Andererseits wurden mehr als drei von vier dieser Delikte in der kreisfreien Stadt Suhl in Thüringen aufgeklärt. Im brandenburgischen Landkreis Havelland war die Aufklärungsquote mit über 60 Prozent ebenfalls vergleichsweise hoch.








