15.5.2013 (€) – Der Alte Leipziger – Hallesche Konzern hat im Geschäftsjahr 2012 seinen Gesamtumsatz um 7,2 Prozent auf 3.686 Millionen Euro gesteigert. In Leben wurde ein branchen-überdurchschnittliches Wachstum des Neugeschäfts von 20,7 Prozent erzielt. Die bewährte Strategie der Stärkung des Eigenkapitals zur Absicherung langfristiger Zusagen soll unverändert fortgesetzt werden.
„Wir werden unsere Geschäftspolitik fortsetzen und unseren Kunden Sicherheit geben“, stellte Walter Botermann, Vorstandsvorsitzender des Alte Leipziger – Hallesche Konzerns, seinem Bericht über das Geschäftsjahr 2012 voran. In Zeiten, in denen das Thema „Überschussbeteiligung“ vom Thema „Garantie“ abgelöst worden sei, sei es besonders wichtig, „einen Hort der Ruhe darzustellen.“
Kontinuität bei Produkten, Service und Vertriebsbetreuung
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- Walter Botermann
(Bild: Alte Leipziger)
„Kontinuität, Planbarkeit und Verlässlichkeit“ nannte Frank Kettnaker, im Vorstand für Marketing und Vertrieb verantwortlich, als wichtigste Erfolgsfaktoren für das hervorragende Neugeschäft im vergangenen Jahr. Die Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit steigerte die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen um 12,1 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro.
Das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag legte um 12,8 Prozent zu, das gegen Einmalbeitrag sogar um 24,9 Prozent. Die Hallesche Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit konnte rund 6.600 Vollversicherte neu gewinnen. Damit stieg der Bestand hier um 2,8 Prozent auf knapp 243.000 Personen und insgesamt um 2,4 Prozent auf 600.391 Personen. Die gebuchten Bruttobeiträge beliefen sich auf 1.098 (Vorjahr: 1.057) Millionen Euro (VersicherungsJournal 6.6.2012).
Wir werden weiterhin klassische Produkte anbieten.
Walter Botermann, Vorstandsvorsitzender Alte Leipziger – Hallesche
Für Botermann ist die lebenslange Garantie der Markenkern der Lebensversicherung: „Wir werden weiterhin klassische Produkte anbieten.“ Mit Blick auf neue Konkurrenzprodukte stellte er fest: „Wir haben alle Produkte da.“ Man müsse darauf aufpassen, warnte er, ob diese neuen Produkte nicht doch nur „alter Wein in neuen Schläuchen“ seien.
Wesentlich für den Vertriebserfolg – rund 90 Prozent entfallen auf den Vertriebskanal „ungebundene Vermittler“ – sei außerdem die Kontinuität und die Fachkompetenz in der Betreuung. „Wir haben persönliche Ansprechpartner für unsere Vertriebspartner beziehungsweise Maklerbetreuer je Sparte. Die persönliche Beziehung wirkt.“
Gute Ertragslage durch verbesserte Nettoverzinsung
Bei der Alten Leipziger sprang das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen von 716 auf 898 Millionen Euro. Ohne Sondereffekte lag die Nettoverzinsung bei 4,5 Prozent. Der Rohüberschuss vor Steuern wuchs um 26,7 Prozent auf 496 (392) Millionen Euro. Das Eigenkapital stieg um 53 Millionen Euro auf 569 Millionen Euro.
Bei der Halleschen betrug das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen 259 (214) Millionen Euro. Die Nettoverzinsung verbesserte sich von 3,98 auf 4,38 Prozent. Der Bruttoüberschuss erreichte 182 (142) Millionen Euro. Wie in den Vorjahren wurde erneut das Eigenkapital aufgestockt um 20 Millionen Euro auf 239 Millionen Euro.
Im Konzern entwickelte sich der Gesamtumsatz gleichfalls positiv: Er stieg um 7,2 Prozent auf 3.686 Millionen Euro. Auch für das laufende Jahr erwartet der Vorstandsvorsitzende Botermann Zuwächse und solide Ergebnisse, unter anderem in Folge der – so das Unternehmen – anerkannt hohen Produktqualität.
Bei den Kapitalanlagen habe der Konzern dank der langen Duration überdurchschnittlich hohe stille Reserven. Die Politik der Eigenkapitalstärkung soll fortgesetzt werden. Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase rechnet Botermann im Jahr 2013 mit Kapitalanlage-Ergebnissen und Jahresüberschüssen auf dem Niveau der langjährigen Durchschnittswerte der Gesellschaften.




