Studie: Sterbewahrscheinlichkeit höher als bislang angenommen

14.10.2022 (€) – Die Sterbe-Wahrscheinlichkeiten der Deutschen im Alter von 50 bis 95 Jahren sind seit 2011 höher als Prognosen vorausgesagt haben. Dies berichtet die englische Bayes Business School ohne näher auf die Methodik ihrer Studie einzugehen. Die Hochschule hat Sterblichkeitsraten von 21 Ländern untersucht. Es sollte überprüft werden, ob die Entwicklungen seit 2010 den Vorhersagen entsprechen.

Demnach hat sich hierzulande die Sterbewahrscheinlichkeit von Frauen zwischen 2011 und 2017 nicht um 2,4 Prozent, sondern nur um ein Prozent verbessert. Bei den Männern konnte sie nicht um 2,2 Prozent, sondern nur um 1,2 optimiert werden. Damit schneidet Deutschland zusammen mit dem Vereinigten Königreich und Taiwan in diesem Punkt am schlechtesten ab.

Auch hinsichtlich der Lücke zwischen der tatsächlichen und der für 2011 bis 2017 prognostizierten Verbesserung der Sterblichkeitsrate liegt Deutschland gemeinsam mit Großbritannien und Spanien auf den hinteren Plätzen. Demgegenüber ist unter anderem die Geschwindigkeit, mit der sich die Sterblichkeitsraten verbessern, in Dänemark deutlich höher ist als im übrigen Europa.

Als Gründe, warum die Lebenserwartung in einigen Ländern nicht so gestiegen ist wie prognostiziert, nennen die Wissenschaftler höhere Todesfallzahlen durch Diabetes, Adipositas, Kreislauferkrankungen aufgrund von Rauchen und hohem Cholesterinspiegel sowie Demenz- und Alzheimer-Krankheiten.

Zudem vergrößere sich die Ungleichheit der Sterblichkeitsraten zwischen den verschiedenen sozioökonomischen Gruppen, so dass die ungünstigen Trends in den sozial schwächeren Gruppen die Gesamt-Sterblichkeitsentwicklung beeinträchtigen, heißt es.

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