Onboarding: So werden neue Mitarbeiter erfolgreich in den Betrieb eingebunden

16.1.2024 (€) – Wenn ein neuer Mitarbeiter im Unternehmen seinen Job antritt, ist nicht nur er gefordert, sondern auch der Vorgesetzte und das Team. Die Probezeit sollte gut genutzt werden, um den Neuen in das Team einzugliedern, aber auch systematisch ins Arbeiten zu bringen.

Für Versicherungsvermittler ist es schwierig genug, einen fähigen Mitarbeiter oder eine kompetente Mitarbeiterin zu finden. Umso ärgerlicher, wenn zwischen der Unterzeichnung des Arbeitsvertrages und der verbindlichen Übernahme nach sechs Monaten die Kommunikation schiefläuft. Etwa, weil der Chef in der Zeit anderen Aufgaben eine höhere Priorität einräumt.

Jemand – in einem kleinen Büro am besten der Chef – muss sich intensiv um den „Neuen“ kümmern, damit dieser möglichst schnell Teil des Teams und produktiv wird. Dazu gibt es im Nachfolgenden vier Tipps.

Erstens: Kontakt halten

Der Vertrag ist unterschrieben? Der neue Mitarbeiter kommt, nachdem die Kündigungsfrist bei seinem vorherigen Arbeitgeber abgelaufen ist. Alles klar!

Nein! Halten Sie in dieser Zeit Kontakt, bis der Neue tatsächlich vor der Tür steht. Falls in diesen Wochen eine Mitarbeiterfeier ansteht, sollte er eingeladen werden. Wenn informative Mails an die Belegschaft rausgehen, sollte auch der Neue diese Informationen erhalten.

Wenn der Arbeitsplatz eingerichtet wird, neue Möbel, neue PC kommen, informieren Sie den künftigen Kollegen. Geben Sie der Person das Gefühl, dass sie bereits Teil des Teams ist. Denn: Manche bekommen bis zum ersten Tag kalte Füße oder finden etwas scheinbar Besseres.

Zweitens: Empfangen Sie den Mitarbeiter

Erster Arbeitstag, der neue Mitarbeiter irrt erstmal durch die Räume, muss seinen Ansprechpartner finden, der Arbeitsplatz muss erst noch sauber gemacht werden und der PC ist auch noch nicht eingerichtet.

Viele Mitarbeiter kündigen bereits in den ersten Tagen, weil ihnen keine Wertschätzung entgegengebracht wird. Man muss sich nur mal in die Lage eines Neuen versetzen, der sich etwa als 40-jährige erfahrene Fachkraft völlig orientierungslos fühlt.

Überlegen Sie vorher: Welche Menschen, welche Tools und welche Regeln muss der Neue kennenlernen? Führen Sie ihn durch den ersten Tag hindurch. Um 9.00 Uhr nimmt sich der Chef eine Stunde Zeit für ein persönliches Gespräch mit dem Neuling. Danach führt ihn ein Kollege in die Computerprogramme ein, vielleicht mit ersten Aufgaben.

Lassen Sie Ihrem neuen Mitarbeiter auch Pausen, denn für ihn ist alles neu und seine Aufnahmekapazität ist beschränkt. Um 12.30 Uhr ist ein gemeinsames Mittagessen angesetzt. Gleich, ob man den Pizza-Service holt oder zum Italiener um die Ecke geht, der Neue sollte alle Kollegen kennenlernen.

Drittens: Standardisieren Sie Arbeitsprozesse

Jeder neue Mitarbeiter wird von einem anderen eingeführt. Bald herrscht Chaos in den Arbeitsprozessen, weil jeder seine Eigenheiten und Besonderheiten entwickelt.

Spätestens, wenn ein neuer Kollege ins Haus kommt, ist das die Gelegenheit, möglichst viele Arbeitsschritte – auch jenseits der Computerarbeit – zu systematisieren. Das dient dem Workflow des gesamten Vermittlerbetriebs. Dazu helfen auch Checklisten oder Videos, so werden auch die Beschäftigten zeitlich entlastet, die die Neuen einarbeiten.

Viertens: Probezeit nutzen

Nach sechs Monaten überlegt der Chef, ob die neue Fachkraft bleiben soll. Im besten Fall fragt er die erfahreneren Mitarbeiter und das Team um ihre Meinung.

Das ist recht willkürlich. Besser: Legen Sie Meilensteine und Termine fest. Was soll der Mitarbeiter innerhalb der ersten zwei Monate lernen und können? Was nach vier Monaten? Sprechen Sie regelmäßig mit der betreffenden Person und teilen Sie Ihre Eindrücke mit. Dann wird für beide Seiten früh klar, ob die Arbeitsbeziehung bestehen bleibt oder eben auch nicht.

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