16.7.2026 – Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist im ersten Quartal gesunken, berichtet die Deutsche Bundesbank. Ende März bestand es demnach zum größten Teil aus Bargeld und Sichteinlagen (Anteil: 37,4 Prozent). Es folgen „Versicherungs-, Alterssicherungs- und Standardgarantiesysteme“ (27,6 Prozent) vor Aktien und sonstigen Anteilsrechten (18,6), Investmentfondsanteilen (13,9) und Schuldverschreibungen (2,4).

- Geldvermögen der privaten Haushalte. Zum Vergrößern Bild klicken. (Bild: Bundesbank)
Die Summe von knapp 9,5 Billionen Euro lag 28 Milliarden Euro unter dem Stand zum Jahreswechsel. „Ausschlaggebend hierfür waren negative Bewertungseffekte“, erklären die Zentralbanker. „Zwar bauten die privaten Haushalte per Saldo finanzielle Forderungen in Höhe von 94 Milliarden Euro auf.“ Dieses Geld floss insbesondere in Investmentfondsanteile (27 Milliarden Euro).
Doch die Bewertungsverluste summierten sich auf 122 Milliarden Euro. Bei den Aktien und sonstigen Anteilsrechten schlugen sie mit einem Minus von 61 Milliarden Euro zu Buche, bei den Investmentfondsanteilen mit 24 Milliarden Euro.
Diese hohen Verluste entstanden infolge des Kriegs im Iran, der die Unsicherheit an den Finanzmärkten erhöhte. Dies ließ die Energiepreise und kurzfristigen Inflationserwartungen steigen. Das führte wiederum zu höheren Zinserwartungen, die den Kapitalmarkt belasteten.
Versicherungs- und Pensionsansprüche wurden zwischen Anfang Januar und Ende März in einem Umfang von 14 Milliarden Euro erworben. Die Bewertungsverluste auf diese sicherheitsorientierten Produkte fielen mit elf Milliarden Euro vergleichsweise moderat aus.




