WERBUNG

Domcura präsentiert Reisegepäck-Police auf Blockchain-Basis

30.10.2018 – Der Assekuradeur bietet seinen Kunden den Versicherungsschutz per Smartphone-App, die Geodaten in eine Blockchain speichert. Abgerechnet wird die Prämie nur für Tage, an denen der Versicherungsnehmer auf Reisen ist. Vorerst wird die Lösung für Bestandskunden und das iPhone-Betriebssystem iOS angeboten. Android soll in Kürze folgen. Und auch Neukunden sollen gewonnen werden.

WERBUNG

Die Domcura AG hat eine digitale Reisegepäckversicherung auf den Markt gebracht. Kunden können die Deckung auf Tagesbasis „on demand“ mit einer Smartphone-App einrichten, die Geodaten in eine Blockchain speichert. Versichert sind Reisen außerhalb einer „Homezone“ von 50 Kilometern um den Wohnort und einer Dauer von mindestens 24 Stunden. Tägliches Pendeln auch zu einer weiter entfernten Arbeitsstätte ist also nicht abgedeckt.

Voraussetzung für Versicherungsschutz ist ein eingeschaltetes Smartphone mit SIM-Karte, das auf der Reise mitgeführt wird. Der Standort wird bei Reisen durch den Wechsel der Funkzellen des Mobilfunkteils registriert und unveränderlich in einer Blockchain (VersicherungsJournal 11.9.2018) gespeichert. Ebenso erfasst die Blockchain manuelles Ein- und Ausschalten der Deckung auf der Smartphone-App.

Blockchain sorgt für Vertragssicherheit

Technisch basiert die Blockchain auf der Open-Source-Software Corda und ist in einer Cloud von Microsoft Azure abgelegt. Die Reisedaten in der Blockchain seien für Domcura nicht einsehbar, lediglich der manipulationssichere Status der Versicherungsdeckung sei abrufbar, erklärt Lars Malinowsky, Projektleiter bei der Domcura.

Vorteil für den Kunden: Er bezahlt nur für die Tage, die er tatsächlich unterwegs ist. Per Schieberegler kann der Kunde die Versicherungssumme zwischen 1.000 und 5.000 Euro einstellen und bezahlt darauf 1,25 Promille pro Tag an Prämie. Risikoträger der Deckung ist die Basler Sachversicherungs-AG.

Die gängigen Obliegenheiten wie Polizeianzeige bei Diebstahl und Verlustmeldung für aufgegebenes Gepäck bei Fluggesellschaften gelten nach wie vor. Die Reise selbst braucht nicht nachgewiesen zu werden: Eine Vorlage von Flugbuchungen und Zugfahrscheinen entfällt. Versichert sind auch Ersatzkäufe bei Verspätung des Gepäcks (VersicherungsJournal 21.2.2017).

Wer sein Smartphone zuhause vergisst, ausgeschaltet oder mit leerem Akku mitnimmt, ist unversichert. Außer der Kunde hat vor Abreise manuell die Deckung aktiviert. Bei Ausfall des Handys bleibt der letzte Verssicherungsstatus erhalten. Ebenso kann Deckung manuell auf der App ausgeschaltet werden. Die Versicherung kann täglich vom Kunden gekündigt werden.

Produkt zunächst nur für Bestandskunden verfügbar

Uwe Schumacher (Bild: Domcura)
Uwe Schumacher (Bild: Domcura)

Uwe Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Domcura, hält die digitale Reisegepäckversicherung für „eines der ambitioniertesten Leuchtturmprojekte in der Unternehmensgeschichte“ seiner Gesellschaft.

Erstmals sei eine Absicherung von Reisegepäck mit Hilfe der Blockchain-Technologie marktfähig realisiert worden.

Schumacher ist optimistisch, die Versicherung bald breiteren Kundenkreisen anbieten zu können. Bisher ist die App nur für Bestandskunden mit iPhone, also für das Betriebssystem iOS, verfügbar.

„Möglicherweise schon in zwei Wochen ist auch eine Android-Version am Markt. Wir denken außerdem daran, das Produkt nach einer Testphase auch Neukunden anzubieten“, kündigt der Chef des Assekuradeurs an.

Es gibt schon einzelne andere Anwendungen

Auch andere Versicherer denken über den Einsatz der Blockchain-Technologie nach (VersicherungsJournal 18.7.2018).

Die Axa testet eine Flugausfallversicherung „fizzy“. Das Blockchain-Konsortium B3i legte im Jahr 2017 Sachversicherungs-Policen für Katastrophenrisiken auf Blockchain-Basis auf (VersicherungsJournal 11.9.2018). Von der Allianz Global Corporate & Specialty SE (AGCS) wurde ein Captive-Programm auf Basis der Technologie strukturiert (VersicherungsJournal 11.9.2017).

Während die Blockchain selbst als sicher gilt, führten Schwachstellen an den Zugangspunkten beim Haupteinsatzfeld Kryptowährungen (sogenannte Wallets) bereits zu Betrugsfällen. Kritisiert wird auch der exorbitante Stromverbrauch der Technologie.

 
WERBUNG
WERBUNG
Inserieren im Anzeigenmarkt

Das VersicherungsJournal ist eines der meistgelesenen Medien in der Branche, siehe Abrufzahlen.

So finden Sie zielsicher Ihre neuen Mitarbeiter, Arbeitgeber oder Geschäftspartner. Nutzen Sie die schnelle und direkte Zielgruppenansprache zu günstigen Konditionen. Gesuche werden kostenlos veröffentlicht.

Erteilen Sie hier Ihren Anzeigenauftrag für Angebote und Verschiedenes oder Gesuche, oder lassen sich persönlich beraten!

Beachten Sie auch die Seite Aktuelles für Stellenanbieter.

WERBUNG
VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.de
  • Xing – über den Verlag
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
  • Youtube – Hintergründe zum Buchprogramm
WERBUNG
Werben im Extrablatt

Mit einer Anzeige im Extrablatt erreichen Sie mehr als 14.000 Menschen im Versicherungsvertrieb, überwiegend ungebundene Vermittler. Über die Konditionen informieren die Mediadaten.

Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu. Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.de.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.de.

WERBUNG
Wie tickt Ihr Kunde?

In manchen Verkaufs-
gesprächen rennt man immer wieder gegen die Wand.

Woran es liegt und was Sie daran ändern können, erfahren Sie hier.

Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
7.6.2017 – Manch ein Start-up-Gründer mag als schrille Erscheinung durchgehen: Die neuen digitalen Konzepte zeigen jedoch, dass einiges an versicherungs-technischen Kenntnissen vorhanden ist. Ein Gastbeitrag von Dr. Moritz Finkelnburg. (Bild: privat) mehr ...
 
9.3.2016 – Eine neue Investmentplattform soll Finanzanlagenvermittler ohne vertieftes Wissen durch die Fondsberatung geleiten. Das Tool stellte die Fonds Finanz auf ihrer 10. MMM-Messe in München vor und nannte auch vorläufige Geschäftszahlen für 2015. (Bild: Burghardt) mehr ...
 
14.9.2018 – Nach den Erfolgen in der Privathaftpflicht- und Rechtsschutz-Versicherung kommt W&W jetzt mit einem Tarif für kleine und mittlere Firmen. Auch sonst gibt es allerlei Neues in SHUK von der Absicherung von Hunden bis zu Managerhaftungsrisiken. (Bild: Pixabay CC0) mehr ...
 
11.9.2018 – Wo das Pendel zwischen der Neugierde und die Suche nach Chancen zur Kosteneinsparung einerseits und der Skepsis andererseits steht, wurde beim GVNW-Symposium ausgelotet. Dort kamen Risikomanager, Makler und Versicherer zu Wort. (Bild: Pixabay, CC0) mehr ...
 
26.4.2018 – Der gute Konsens zwischen Industrie und Assekuranzen steht scheinbar auf dem Spiel. Die deutschen Unternehmen sind mit den Versicherern in vielen Bereichen unzufrieden und geben ihnen neue Geschäftsideen mit auf den Weg. (Bild: Schmidt-Kasparek) mehr ...
 
19.2.2018 – Welche Anforderungen deutsche Gerichte an die Haftung von Vermittlern stellen, gehörte ebenso zu den Themen eines kürzlich abgehaltenen Kongresses in Hamburg, wie die Stolpersteine beim Übergang vom Vertreter- in den Maklerstatus. (Bild: Pohl) mehr ...
 
18.10.2017 – Der VDVM nannte in einem Pressegespräch Beispiele von Versicherern mit guter und schlechter Leistungspraxis. Weitere Themen waren Engpässe im Markt der Gewerbe- und Industrieversicherung und warum russische Versicherer Retter in der Not sein können. Zudem offenbarten die Mitglieder ihre wirtschaftliche Lage. (Bild: Meyer) mehr ...
WERBUNG