4.5.2026 – Das Handelsblatt hat eine Rangliste der Produkte veröffentlicht, die ein starkes Bedingungswerk mit günstigen Prämien kombinieren. Obwohl die Prämie nur mit einem Gewicht von 30 Prozent in die Gesamtnote eingeht, ist der Preisführer Janitos auch einer der Testsieger. Ebenfalls ganz vorne mit dabei sind die Allianz, die LVM und die Stuttgarter.
Die Franke und Bornberg GmbH (FuB) hat für die Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH analysiert, welche Zusatzversicherungen für Zahnbehandlungen das beste Verhältnis von Prämien und Leistungen bieten. Die detaillierten Testergebnisse (Stand: März 2026) werden in dem Bericht „Das sind die besten Zahnzusatzversicherungen“ dargestellt.
Musterfall: 36-jähriger Kunde
Demnach ist die Ratingagentur jeweils von dem Musterfall eines heute 36 Jahre alten Kunden ausgegangen. Der Leistungskatalog der Police soll mindestens 90 Prozent der Kosten für Zahnersatz – inklusive der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) – abdecken.
Voraussetzung hierfür ist bei einigen der getesteten Tarife, dass der Versicherte regelmäßig mindestens einmal pro Jahr Prophylaxe-Behandlungen beim Zahnarzt vornehmen lässt. Dies wurde in dem Musterfall für die vergangenen fünf Jahre angenommen.
Leistung mit 70 Prozent, Preis mit 30 Prozent gewichtet
Für jeden Tarif haben die Tester ein Rating für den Bereich Zahnersatz erstellt (VersicherungsJournal 22.5.2024). Bewertet wurden hierbei die Leistungen für Zahnersatz, die über die Regelversorgung hinausgehen und Implantate, Inlays oder auch den Knochenaufbau umfassen.
Die so ermittelte Qualität der Versicherungsbedingungen floss mit 70 Prozent in die Gesamtwertung ein. Mit 30 Prozent wurde hingegen die Prämie gewichtet. Hierzu analysierten die FuB-Analysten, in welchen Höhen die Kosten für Zahnbehandlungen, Prophylaxe und für Leistungen, welche die Krankenkassen nicht übernehmen, erstattet werden.
Entscheidend war für die volle Punktzahl im Testbereich „Beitrag“ allerdings nicht nur die maximale Erstattung. Es zählte auch, wie sie sich zusammensetzt. Denn einige Tarife leisten nur inklusive des Zuschusses der GKV, andere darüber hinaus.
Nur sechs der 34 Tarife erhalten die beste Gesamtnote
Die schlechteste der vier vergebenen Gesamtnoten, ein „Befriedigend“, erhielten neun der insgesamt 34 Angebote im Test. Ein „Gut“ tragen aktuell zehn Produkte, ein „Sehr gut“ weitere neun.
Mit der Bestnote „Exzellent“ wurden hingegen nur diese sechs Tarife bewertet, die in alphabetischer Reihenfolge der Anbieter aufgeführt sind:
- „MeinZahnschutz90 (ZS90)“ der Allianz Private Krankenversicherungs-AG,
- „Z90“ der DKV Deutsche Krankenversicherung AG,
- „JA dental 90“ der Janitos Versicherung AG,
- „ZahnPremium“ der LVM Krankenversicherungs-AG,
- „ZahnPremium Z14“ der Stuttgarter Versicherung AG und
- „ZZ90, ZZBPlus“ der Württembergischen Krankenversicherung AG.
Janitos fordert die günstigste Prämie
Alle sechs Bedingungswerke bekommen von den FuB-Analysten aktuell das höchste Zahnersatz-Rating „FFF+“ („Hervorragend“). Allerdings gibt es Abzüge für die vergleichsweise hohen Beiträge der DKV (26,55 Euro) und der Württembergischen (26,16 Euro).
Die günstigste Prämie unter allen 34 Teilnehmern verlangt hingegen die Janitos (22,17 Euro). Es folgen die Allianz (23,58 Euro), die Stuttgarter (24,85 Euro) und der LVM (26,00 Euro).




