Die profitabelsten Wohngebäudeversicherer

4.12.2023 (€) – In der Sparte erzielten im vergangenen Jahr 19 Marktteilnehmer Combined Ratios von unter 100 Prozent. Am profitabelsten war WGV-Versicherung, die lediglich rund 62 Prozent der Einnahmen für Schäden und Kosten ausgab. Die WGV konnte sich auch m stärksten verbessern. Verschlechtert hat sich die Quote nur bei der Bayerischen Landesbrand. Dies ist dem „Branchenmonitor 2017-2022: Wohngebäudeversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig zu entnehmen.

2022 konnte die Branche ihre kombinierte Schaden-Kosten-Quote in Wohngebäude zwar um etwa 33 Prozentpunkte senken. Mit 106,4 Prozent blieben die Versicherer aber versicherungstechnisch in der Verlustzone.

Dabei blieben 31 (2021: 36) der 50 größten Akteure über der Marke von 100 Prozent. Das zeigt der „Branchenmonitor 2017-2022: Wohngebäudeversicherung“. Die Studie wird jährlich von der V.E.R.S. Leipzig GmbH durchgeführt. Sie enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 50 größten Marktakteure in der verbundenen Wohngebäudeversicherung (VGV) mit rund 95 Prozent Marktanteil.

Am schlechtesten schnitt laut dem „Branchenmonitor 2016-2021: Wohngebäudeversicherung“ die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse mit einer Combined Ratio von fast 145 Prozent (VersicherungsJournal 4.12.2023) ab.

WGV mit der niedrigsten Quote

Mit Abstand am profitabelsten war andererseits die WGV-Versicherung AG mit einer Combined Ratio (Schaden- und Betriebsaufwendungen (brutto) in Prozent der verdienten Bruttobeiträge) von nicht einmal 62 Prozent.

Unter der Marke von 70 Prozent blieb ansonsten nur noch die BGV-Versicherung AG. Dahinter folgen mit zwischen etwa 76 und fast 87 Prozent die Bayerische Landesbrandversicherung AG, die Saarland Feuerversicherung AG, die SV Sparkassenversicherung Gebäudeversicherung AG, die Bayerischer Versicherungsverband Versicherungs-AG und die Huk24 AG.

Die Wohngebäudeversicherer mit der niedrigsten Schaden-Kosten-Quote (Bild: Wichert)

Nur Bayerische Landesbrand mit höherer Quote

Lediglich bei der Bayerischen Landesbrand, die im Vorjahr noch die niedrigste Quote aufwies (8.12.2022), verschlechterte sich der Wert um über fünf Prozentpunkte.

Bei gleich geblieben Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle von 80,9 Millionen Euro schrumpften die Prämieneinnahmen um 3,3 Prozent auf unter 153 Millionen Euro. Letzteres geschah laut Geschäftsbericht 2022 (PDF, 3,9 MB) „aufgrund der Bestandsumstellung auf das neue Produkt, welches im Bayerischen Versicherungsverband geführt wird“.

WGV senkte Quote am stärksten

Bei den übrigen der vorgenannten Marktteilnehmer fiel die kombinierte Schaden-Kosten-Quote 2021 niedriger aus als im Jahr zuvor. Am stärksten sank die Quote mit über 50 Prozentpunkten bei der WGV.

Dies war fast ausschließlich auf die in etwa halbierte Schadenquote (48,1 Prozent; Rang eins im Marktvergleich) zurückzuführen. Dabei nahmen die Aufwendungen für Versicherungsfälle um über 42 Prozent auf unter 21 Millionen Euro ab. Andererseits stiegen die Beitragseinnahmen um 17,6 Prozent auf fast 43,6 Millionen Euro.

Bei der Huk24 und dem Bayerischen Versicherungsverband ging es um jeweils rund ein Fünftel nach unten, die der BGV und der Saarland um jeweils etwa ein Siebtel.

Der „Branchenmonitor 2017-2022: Wohngebäudeversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die rund 80-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 803,25 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.

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