10.7.2017 (€) – Hauptursache beim Rentenzugang wegen verminderter Erwerbsfähigkeit waren 2016 unabhängig vom Geschlecht psychische Störungen. Bei Männern war hier der Anteil deutlich kleiner, dafür aber bei den Krankheiten des Herz-/Kreislaufsystems deutlich größer, wie Daten der Deutschen Rentenversicherung zeigen.
Im vergangenen Jahr haben rund 174.000 (2015: 173.000) Menschen in Deutschland erstmals eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erhalten. Die Betroffen waren in etwa zu gleichen Teilen Männer wie auch Frauen, wobei Letztere leicht in der Überzahl waren, wie aktuelle Daten der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) zeigen
Die häufigsten Ursachen
Mit Abstand häufigste Ursache sind den DRV-Zahlen zufolge psychische Störungen. Auf deren Konto gingen mehr als vier von zehn Rentenzugänge wegen Erwerbsminderung. Auch in der Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherung liegen psychische Krankheiten an erster Stelle (VersicherungsJournal 12.5.2017)
Dahinter folgen dicht beieinander – in umgekehrter Reihenfolge wie im Jahr zuvor – Krankheiten von Skelett, Muskeln oder Bindegewebe sowie Neubildungen (Krebs). Die Anteile lagen jeweils bei über einem Achtel. Auf einen fast zweistelligen Anteil kamen Krankheiten des Herz-/Kreislaufsystems.
Zum Teil große Unterschiede bei Frauen und Männern
Bei der Aufschlüsselung nach Geschlecht zeigen sich einige zum Teil gravierende Unterschiede. So lagen psychische Störungen zwar bei Frauen wie auch bei Männern an erster Stelle. Allerdings war bei Letzteren der Anteil mit nur einem guten Drittel deutlich unterdurchschnittlich ausgeprägt. Bei den Damen war es hingegen annähernd die Hälfte.
Zweit- und dritthäufigste Ursache bei den Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts waren Krankheiten von Skelett, Muskeln oder Bindegewebe sowie Neubildungen (jeweils ein gutes Achtel). Bei den Herren liegen Erkrankungen des Herz-/Kreislaufsystems an zweiter Stelle. Diese sind mehr als doppelt so häufig EU-Ursache wie bei den Frauen.






