Die besten Pferdehalterhaftpflichtpolicen im Urteil von Ascore

11.6.2026 – In der Neuauflage des Produktscorings Pferdehalterhaftpflichtversicherung hat Ascore 87 Produkte von 45 Anbietern unter die Lupe genommen. Die Höchstnote „sechs Kompasse“ („herausragend“) erhielten 18 Offerten. Gut jeder vierte Testkandidat bekam fünf Kompasse.

Die Ascore Das Scoring GmbH hat erneut die Bedingungsqualität von Tierhalterhaftpflichtpolicen unter die Lupe genommen. Neben Hundehalter- (VersicherungsJournal 9.6.2026) standen auch Pferdehalterhaftpflichtpolicen auf dem Prüfstand.

Das Produktscoring für Letztere basiert auf einem Vergleich von 26 Anforderungen. Neben zahlreichen mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantwortenden Fragen wurde für bestimmte Anforderungen jeweils eine Benchmark definiert, die sich an marktüblichen Standards orientiert. Wird diese Hürde erfüllt, erhält der Versicherer jeweils einen Punkt.

Punkte werden in Kompasse umgerechnet

Wie gut der vorgegebene Maßstab erfüllt wird, bleibt unberücksichtigt. Wird die Messlatte verfehlt, vergeben die Analysten keine Punkte. Das Unterschreiten einer Benchmark kann auch nicht durch ein Übererfüllen bei einem anderen Kriterium kompensiert werden.

Die Punkte werden schließlich in Kompasse umgerechnet. Die Höchstnote sind sechs dieser Richtungsanzeiger („herausragend“). Im schlechtesten Fall wird nur ein Kompass („schwach“) vergeben. Die Bewertungen dazwischen lauten „ausgezeichnet“ (fünf Kompasse), „sehr gut“ (vier Kompasse), „gut“ (drei Kompasse) und „ausreichend“ (zwei Kompasse).

Punkte in fünf geprüften Bereichen

Die Prüfpunkte für die Pferdehalterhaftpflichtpolicen sind aufgeteilt auf die fünf Bereiche „Deckungsumfang“, „Mietsachschäden“, „Personen und Familie“, „Sonstiges“ sowie „Ausland“.

Die Kriterien reichen von „A“ wie „Auslandsaufenthalt (Europa unbegrenzt, außereuropäisch mindestens fünf Jahre)“ über „F“ wie „Flurschäden“ und „Forderungsausfalldeckung auch bei Vorsatz“ beziehungsweise „M“ wie „Mitversicherung von Reitbeteiligten und Haltergemeinschaften“ bis „V“ wie „Versehensklausel: Obliegenheitsverletzung“.

Zusätzlich zu den 26 Score-Kriterien umfasst die Analyse 40 sogenannte „IR-Kriterien“ (Individual Research). Diese ergänzen den Angaben zufolge „die Bewertung um weiterführende Informationen und liefern zusätzliche Orientierung für Produktvergleiche und Detailanalysen“.

Für das aktuelle Update wurden einige neue Aspekte in den Prüfkatalog aufgenommen. Dazu gehört neben dem Kriterium „Für den Abschluss des Vertrags ist das Vorliegen einer Lebensnummer nicht verpflichtend“ unter anderem auch der Aspekt „Forderungsausfalldeckung: Geltungsbereich umfasst die Mitgliedstaaten der EU, das Vereinigte Königreich, Norwegen und die Schweiz“.

Jeder fünfte Testkandidat mit der Höchstnote

Das Analysehaus hat im Rahmen des Scoring-Updates insgesamt 87 Tarifkonfigurationen von 45 Produktgebern unter die Lupe genommen. Davon erhielten 18 Angebote die Höchstnote „herausragend“.

Mit fünf der Richtungsanzeiger wurde gut jede vierte (Vorjahr: knapp jede dritte) (20.6.2025) Lösung bedacht. Vier Kompasse erhielt weiterhin gut jeder fünfte Testkandidat. Drei Richtungsanzeiger bekam erneut etwa jede sechste Offerte, zwei Kompasse erreichte jeder 22. (38) Prüfling. Die Note „schwach“ wurde an 4,6 (2,6) Prozent der Offerten vergeben.

Notenspiegel (Bild: Wichert)

Bestnote für 16 Anbieter

Die Analysten vergaben an folgende Testkandidaten die Bestnote:

Die Ergebnisse aller Testkandidaten sind über den Rechner von Ascore einsehbar. Die Detailergebnisse der einzelnen Unternehmen werden auf Anfrage kostenpflichtig herausgegeben.

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