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Die beitragsstabilsten privaten Krankenvoll-Versicherungen

29.6.2020 – Die Central und DEVK haben ihre Unisex-Vollkostentarife in den letzten fünf Jahren am geringsten verteuert. Das zeigt das aktuelle „M&M Rating PKV Beitragsstabilität“. Insgesamt fast ein Drittel der 916 analysierten Tarifkombinationen kam auf durchschnittliche Beitragsanpassung von unter einem Prozent bei geringer Schwankungsbreite. Marktweit betrug die durchschnittliche Erhöhung pro Jahr 1,77 Prozent.

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Die Morgen & Morgen GmbH hat erneut die Beitragsstabilität der Anbieter von Krankenvoll-Versicherungen unter die Lupe genommen. Untersucht wurden aktuell 916 (Vorjahr: 906) Tarifkombinationen in der Vollversicherung für alle Berufsgruppen, auch Ärzte und Zahnmediziner, von erneut 29 privaten Krankenversicherern.

Nicht dabei sind die Süddeutsche Krankenversicherung a.G. (SDK) sowie die Freie Arzt- und Medizinkasse der Angehörigen der Berufsfeuerwehr und der Polizei VVaG (FAMK),

Wie in den beiden Vorjahren (VersicherungsJournal 7.6.2019, 6.7.2018) hat das Analysehaus dazu die Neugeschäftsbeiträge und Beitragsanpassungen von Unisex-Tarifen innerhalb der letzten fünf Jahre (2015 bis 2020) analysiert. Diese wurden zu einer Bewertung pro Tarifkombination aggregiert. Tarife, die nicht seit mindestens fünf Jahren am Markt sind, wurden nicht beurteilt.

Im Schnitt 1,77 Prozent Erhöhung pro Jahr

Die durchschnittliche Beitragsanpassung pro Jahr bezifferte Morgen & Morgen auf 1,77 (2019: 1,68; 2018: 1,44) Prozent. Dabei variierte der Mittelwert der relativen Beitragssteigerungen im neuen Jahrgang zwischen minus 1,27 Prozent und plus 6,95 Prozent.

Das Analysehaus teilte weiter mit, dass bei etwa jedem 14. bewerteten Angebot ein negativer Wert zu Buche gestanden habe. Bei diesen Offerten seien die Beiträge in den letzten fünf Jahren tendenziell gesenkt oder gar nicht angepasst wurden, heißt es zu Erläuterung. Den Mittelwert der Erhöhung bei den übrigen Tarifen gibt Morgen & Morgen mit „moderaten“ 1,9 Prozent an.

Als Hintergründe für den Anstieg werden unter anderem die Weiterentwicklung der Medizin und der Einsatz von neuen Technologien angegeben. Höhere Gesundheitskosten entstünden ferner durch die stetig steigende Lebenserwartung.

„Vor der Umstellung auf Unisex-Tarife lag 2012 das Anpassungsniveau noch bei durchschnittlich knapp fünf Prozent. Die jetzige Anpassung ist also immer noch verhältnismäßig. Auch in den folgenden Jahren rechnen wir mit weiteren Anpassungen“, lässt sich M&M-Geschäftsführer Pascal Schiffels (13.12.2019) in der Pressemitteilung zum Rating zitieren.

Indikator für die Tarifentscheidung

Für das „M&M Rating PKV Beitragsstabilität“ wurde jede auswertbare Tarifkombination gesondert beurteilt, um „die für den Kunden wichtige Frage nach der Höhe der Beitragsanpassungen“ zu beantworten.

„Aus der Vergangenheit lässt sich nicht ohne Weiteres in die Zukunft extrapolieren, dennoch liegt ein relevanter Indikator für die Entscheidung für oder gegen einen Tarif vor“, erläutert Schiffels.

Vergleich der Effektivbeiträge

Erfasst wurden für Berechnung alle Betragsanpassungen in den Tarifen für alle Eintrittsalter von 21 bis 50 Jahren. „Die vorliegenden Monatsbeiträge werden auf das Jahr umgerechnet und Selbstbehalt – sofern vorhanden – addiert, es ergibt sich der Effektbeitrag“, wird in der Ratingdokumentation (PDF, 860 KB) erläutert.

Dabei ergebe sich die durchschnittliche Verteuerung als Mittel der Steigerungen über die 30 Eintrittsalter für jedes Jahr. In einem nächsten Schritt werden die fünf durchschnittlichen Erhöhungen der Effektivbeiträge statistisch analysiert (Mittelwert und die Standardabweichung). Anhand dieser beiden Parameter werden die Tarife in die fünf Ratingkategorien (ein bis fünf 5 Sterne) eingestuft.

Positiv sind geringe Steigerungen bei kleiner Streuung

„Eine gute Beitragsstabilität ergibt sich, wenn die durchschnittliche Beitragssteigerung gering ist und die Streuung der Steigerungen ebenfalls gering ist“, führen die Analysten in der Dokumentation weiter aus.

„Es ist also besser, ein Tarif steigert sich jedes Jahr im Schnitt um beispielweise fünf Prozent, als einmal um neun Prozent und einmal um ein Prozent, da im ersten Fall die Standardabweichung geringer ist, die Gleichmäßigkeit der Anpassung also höher ist.“

Morgen & Morgen weist ausdrücklich darauf hin, dass die Aussagekraft des Ratings für Bestandskunden eingeschränkt ist. Bei diesen hingen die Anpassungen auch von den bisherigen Alterungsrückstellungen ab und davon, ob die Prämienerhöhungen durch Entnahmen aus den Rückstellungen für Beitragserstattungen (RfB) abgemildert würden. Daher sei die RfB-Quote eine in diesem Zusammenhang interessante Größe.

Fast ein Drittel der Tarife erhielt die Höchstnote

An fast jeden dritten der 916 analysierten Tarifkombinationen hat Morgen & Morgen die beste Bewertung vergeben. Im Vorjahr traf dies nur auf gut jedes vierte Angebot zu. Um die fünf Sterne zu erhalten, durften die durchschnittlichen Erhöhungen höchstens ein Prozent betragen und die Standardabweichung musste unter drei Prozent liegen.

Ebenfalls knapp jede dritte Offerte erhielt vier Sterne, fast jede vierte drei Sterne. Jeder neunte Tarif kam über ein „schwach“ nicht hinaus, das ist ein 50 Prozent höherer Anteil als im Vorjahr. Für rund jeden 20. Tarif reichte es lediglich zu einem „sehr schwach“.

Rating PKV Beitragsstabilität (Bild: Wichert)

Die Liste mit allen bewerteten Tarifkombinationen bietet das Analysehaus zum Herunterladen an (PDF, 315 KB).

Die stabilsten Versicherer

Betrachtet man die Spanne der Ratingergebnisse, die die verschiedenen Tarifkombinationen eines Anbieters erreichen, so zeigen sich riesige Unterschiede zwischen den einzelnen privaten Krankenversicherern.

Den Ratingunterlagen zufolge haben nur die Central Krankenversicherung AG und die DEVK Krankenversicherungs-AG für alle untersuchten Tarife die Fünf-Sterne-Bewertung erhalten. Eher niedrige Beitragsanpassungen gab es Continentalen Krankenversicherung AG, bei der die Spreizung zwischen vier und fünf Sternen liegt.

Die größte Streuung mit einer Spanne von einem bis zu fünf Sternen weisen folgende Unternehmen auf:

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