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Betriebliche Altersversorgung wird trotz Corona nicht ausgesetzt

29.7.2020 – Auch wenn viele Lebensversicherer ihren Kunden aktuell Beitragsfreistellungen oder -stundungen anbieten, scheint das Bestandsgeschäft in der betrieblichen Altersversorgung stabil. Dies zeigt eine Studie von Aon, zu der bereits im Frühjahr 67 Unternehmen aus verschiedenen Branchen befragt worden sind. Mehr zur bAV findet sich im VersicherungsJournal Extrablatt 3|2020, das am 24. August erscheint.

Bei einer Studie der Aon Solutions Germany GmbH gaben 77 Prozent von 67 befragten Unternehmen an, dass die Covid-19-Pandemie bislang kaum Auswirkungen auf den Umfang der Entgeltumwandlung habe. Das Entgeltumwandlungs-Verhalten ihrer Mitarbeiter habe sich „nicht wesentlich verändert“. Befragt worden waren im Mai „bedeutende“ Firmen aus verschiedenen Branchen.

(Erst) wenig Kurzarbeit

Vier Prozent der Unternehmen gaben sogar an, dass ihre Arbeitnehmer die Entgeltumwandlungen stärker als vor der Krise nutzten. 64 Prozent der Unternehmen gewähren einen Arbeitgeberzuschuss zur betrieblichen Altersversorgung (bAV).

Auswirkungen der Pandemie auf die bAV (Bild: Aon)

Dass sich die Krise nicht stärker im Bestand niederschlägt, führt das Beratungs- und Dienstleistungs-Unternehmen darauf zurück, dass die meisten der Unternehmen die Möglichkeiten zur Mitarbeiterbeteiligung unverändert gelassen hätten.

Nur 13 Prozent der Befragten hätten Maßnahmen wie beispielsweise Kurzarbeit eingeleitet. Die würde wahrscheinlich die Mitarbeiterbeteiligung einschränken, da durch sie zum Beispiel das umwandlungsfähige Entgelt sinke oder ganz entfalle.

Zuschüsse motivieren in der bAV

Fast alle Unternehmen mit Matching-Komponenten hielten an der Höhe des Arbeitgeberzuschusses fest, so die Studie. Beim Matching zahlt der Arbeitgeber mehr als die Weitergabe der Sozialversicherungs-Ersparnis aufgrund der Entgeltumwandlung. Üblicherweise gibt es ein festes Verhältnis zwischen Arbeitgeber und -nehmerbeitrag.

Bei den Zuschüssen würden unbürokratische Lösungen wie Festbeträge oder Pauschalen mit einem bestimmten Prozentsatz des Umwandlungsbetrages bevorzugt. Nur rund ein Viertel der Unternehmen wählt den im Betriebsrenten-Stärkungsgesetz (BRSG) vorgesehenen Weg, die tatsächlich eingesparten Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung zu errechnen (VersicherungsJournal 24.11.2017).

Zuschüsse zur bAV (Bild: Aon)

Bei rund zwei Drittel der Unternehmen liege die bAV-Beteiligung der Mitarbeiter bei über 25 Prozent. Diese Betriebe bezuschussten die Entgeltumwandlung. Bei Unternehmen ohne Arbeitgeberzuschuss schaffe nur ein Drittel eine derart hohe Mitarbeiterbeteiligung.

Die Ergebnisse der Studie können über diesen Link abgerufen werden.

Und so kommt das Extrablatt zu Ihnen

Die betriebliche Altersversorgung steht auch im Fokus der nächsten Ausgabe des VersicherungsJournal Extrablatts. Unter anderem zeigt der Arbeitsrechtler Christian Betz-Rehm von der Kanzlei Maat Rechtsanwälte Späth und Partner PartGmbB, wie bei Kurzarbeit mit der bAV verfahren werden kann – und welche Aufklärungspflichten sich dann für den Vermittler ergeben.

Das Extrablatt 3|2020 kann kostenlos als PDF-Datei im Internet heruntergeladen werden. Die Druckausgabe kann bis zum 9. August über dieses Formular bestellt werden. Auch das Heft ist – im Inlandsbezug – kostenfrei.

Wer das Extrablatt bereits abonniert hat, bekommt auch diese Ausgabe automatisch zugesandt. Premium-Abonnementen des VersicherungsJournals werden bevorzugt bedient und können rund eine Woche früher auf die neue Ausgabe im PDF-Format zugreifen.

 
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