UKV hat mit A + Schulaufgaben sehr gut erledigt

30.10.2000 (€) – Vor einem Jahr noch "gut", heute "sehr gut": Es sieht so aus, als ob die UKV-Union Krankenversicherung AG, Saarbrücken, ihre Schulaufgaben erledigt hat. Die UKV erhielt jetzt im Rahmen des Folge-Ratings für Krankenversicherer 2000 von der ASSEKURATA Assekuranz Rating-Agentur GmbH, Köln, das Rating "A +". Die Assekurata, 1996 vom renommierten Versicherungswirtschaftler Professor Dr. Dieter Farny und der Mummert + Partner Unternehmensberatung AG gegründet, hatte vor einem Jahr an die UKV (Produkte und Unternehmen) die Note "A" vergeben, was nach schulischen Maßstäben einem "gut" entspricht. Die Rating-Skala der Assekurata gliedert sich in elf Rating-Klassen:

Rating-Skala der Assekurata

Rating-Noten

Rating-Klassen

Schulnoten

A ++

Exzellent

Sehr gut

A +

Sehr gut

Sehr gut

A

Gut

Gut

A -

Weitgehend gut

Gut

B +

Voll zufriedenstellend

Befriedigend

B

Zufriedenstellend

Befriedigend

B -

Noch zufriedenstellend

Befriedigend

C +

Schwach

Ausreichend

C

Sehr schwach

Nicht mehr ausreichend

C -

Extrem schwach

Schwach

D

Mangelhaft

Mangelhaft

Aus Sicht der Verbraucher (für die die Assekurata sprechen will) steht die UKV, der Krankenversicherer der öffentlichen Versicherer und Sparkassen, mit "einer sehr guten Gesamtunternehmensqualität" da. Die UKV, erhielt in den Teilqualitäten Sicherheit, Wachstum und Gewinn jeweils eine exzellente Bewertung. Die Teilqualität Beitragsstabilität wurde von der Kölner Rating-Agentur mit sehr gut bewertet. Die Teilqualität Kundenorientierung verbesserte sich von einer guten Bewertung im Erst-Rating auf eine sehr gute Bewertung im Jahr 2000.

Bislang unterzogen sich sieben Private Krankenversicherer einem Assekurata-Rating. Von den sieben gerateten Versicherern haben vier Krankenversicherer ihr Rating veröffentlicht. Erhebt sich die Frage: Was ist mit den anderen drei PKV-Unternehmen? Dazu sei erwähnt, dass die Assekurata per Auftrag ins Versicherungsunternehmen kommt, um drei Monate lang die Rating-Kriterien in allen Firmenbereichen aufzunehmen. Der Versicherer bezahlt da für eine sechsstellige Summe, so unterrichtete Kreise. Dafür darf der Kunde (Versicherer) selbst entscheiden, ob die Assekurata-Wertung über ihn veröffentlicht wird.

So stimmten die folgenden vier Krankenversicherer einer Veröffentlichung ihrer Rating-Ergebnisse zu:

  • Hallesche-Nationale Note "A +" / Sep. 1999
  • Süddeutsche Krankenvers. a.G. Note "A ++" / Dez. 1999
  • LVM Kranken Note "A ++" / Juni 2000
  • UKV Note "A +" / Sep. 2000

Erst im Sommer diesen Jahres hatte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) der Kölner Assekurata eine falsche Methodik für ihre Ratings vorgeworfen. Damals ging es um eine Assekurata-Studie über 72 Lebensversicherungs-Unternehmen, deren Beispiel-Berechnungen dem GDV nicht nachvollziehbar erschienen. So hatte der GDV "erhebliche Mängel" etwa bei den Bewertungsreserven zur Leistungsfähigkeit eines Lebensversicherers festgestellt.

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