31.7.2026 – Der R+V-Konzern will die Condor Lebensversicherungs-AG doch nicht an Acathia Capital (AC Advisory GmbH) verkaufen. Einen entsprechenden Bericht des Versicherungsmonitors bestätigte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage des VersicherungsJournals. Demnach sind die im März bekannt gewordenen Gespräche (VersicherungsJournal 12.3.2026) ohne Ergebnis beendet worden.
Auch mit anderen Run-off-Anbietern gibt es dem Sprecher zufolge derzeit keine Verhandlungen über eine komplette Veräußerung. „Die Condor Leben verbleibt in der R+V-Gruppe“, betont er weiter. In einer mit Acathia getroffenen Absichtsvereinbarung war der Erwerb aller rund 219.000 Verträge geplant, bei denen die Condor der Risikoträger ist. Darunter sind klassische und fondsgebundene Rentenversicherungen, Tarife der „neuen Klassik“ und der betrieblichen Altersversorgung (bAV).
Deren Verkauf sei für die genossenschaftliche Versicherungsgruppe sinnvoll, um sich neu auszurichten, hatte ein Sprecher noch im März erklärt. Der nicht genannte Verkaufserlös würde Spielraum für Investitionen in „zukunftsweisende Initiativen“ schaffen. Weitere Verkäufe waren demzufolge aber nicht geplant.
Im Maklervertrieb von Personenversicherungen konzentriert sich die R+V seit Januar auf Biometrie, bAV und Gesundheit, wo man das größte Potenzial sehe. „Wir bieten seit Anfang 2026 im Neugeschäft im Maklermarkt Personen ausschließlich Tarife aus diesen drei Geschäftsfeldern an.“
Bereits vor rund einem Jahr war auch die Condor Allgemeine Versicherungs-AG rückwirkend vom Markt verschwunden (9.8.2024). Die beiden Condor-Versicherungsgesellschaften für die Sach- beziehungsweise Lebenssparte sind jeweils 1955 gegründet worden.




