Wie viel Geld Katzenhalter beim Tierarzt lassen

27.4.2023 (€) – Die Gothaer legt die Ergebnisse einer Umfrage vor, was Besitzer für die medizinische Versorgung ihrer Tiere ausgeben. Die Spanne liegt zwischen 100 und 500 Euro. Der Versicherer will mit der Erhebung auch den Vertrieb seiner neuen Police stützen.

Gerade erst erweiterte die Gothaer Allgemeine Versicherung AG ihr Portfolio im Bereich Tierversicherungen um einen Krankentarif für Katzen (VersicherungsJournal 4.4.2023). Mit einer Studie liefert der Produktgeber dem Vertrieb jetzt Argumente, warum die Absicherung der Samtpfoten finanziell sinnvoll ist.

Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Umfrage unter 3.074 Teilnehmern ab 18 Jahren, die die Forsa Politik und Sozialforschung GmbH im Auftrag der Gothaer durchführte. Den Erhebungszeitraum gibt der Versicherer zwischen dem 3. bis 10. März an.

Katzenhalter müssen jetzt beim Tierarzt mehr Geld auf den Tisch legen

Katzenbesitzer sorgen für ihre Tiere und zahlen für die Gesundheit der Vierbeiner. Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) geht im Durchschnitt ein- bis zweimal im Jahr zum Tierarzt. 27 Prozent seltener als einmal, vier Prozent dreimal und sechs Prozent suchen den Tierarzt sogar häufiger als dreimal im Jahr auf. Nur sechs Prozent suchen nie den Rat eines Veterinärs.

Die Besuche in der Praxis sind allerdings kein Schnäppchen. Grund dafür ist die neue Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT), die am 22. November 2022 in Kraft trat. Es ist die erste umfassende Neugestaltung seit gut 20 Jahren (Medienspiegel 4.11.2022).

Laut der Gothaer-Studie gaben 41 Prozent der Katzenbesitzer rund 100 bis 500 Euro im vergangenen Jahr beim Tierarzt aus, bei jedem Zehnten liegen die Kosten sogar bei mehr als 500 Euro. Bei rund einem Drittel (34 Prozent) der Katzenliebhaber liegen die Kosten für Tierarztbesuche mit ihrer (ältesten) Katze bei unter 100 Euro.

Ergebnisse der Katzenstudie (Bild: Gothaer)
Ergebnisse der Katzenstudie (Bild: Gothaer)

„Gerade für die Behandlung von Katzen sind die Kosten in einzelnen Bereichen überproportional angestiegen. Zudem hat in vielen Bereichen eine Angleichung an die Abrechnungshöhen für Hunde stattgefunden“, lässt sich Produktmanager und Tierarzt Dr. Christian Prachar in der Mitteilung zur Studie zitieren.

Warum Tierbesitzer zum Veterinär gehen

Die Gründe für den Besuch beim Tierarzt sind vielfältig. Zehn Prozent der Katzenbesitzer mussten ihr Tier nach einem Unfall behandeln lassen. Bei weiteren acht Prozent wurde operiert. Allerdings werden die Halter nicht nur bei Notfällen aktiv, auch Routinetermine stehen auf der Agenda.

Laut Umfrage gehen 63 Prozent der Katzenbesitzer für diverse Impfungen zum Tierarzt. 40 Prozent waren wegen einer Entwurmung oder Parasitenbehandlung in der Praxis. 33 Prozent ließen ihr Tier kastrieren. 26 Prozent mussten zur Behandlung wegen einer akuten Erkrankung wie Durchfall, Erbrechen oder Husten.

Policen für Haustiere legen zu

Tierversicherungen sind für Produktgeber und Vertrieb ein lohnendes Geschäft. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschland e.V. (ZZF) legte kürzlich Zahlen zum Heimtiermarkt 2022 vor. Demnach lebten im vergangenen Jahr 34,4 (34,7) Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel in deutschen Haushalten, davon 15,2 Millionen Samtpfoten (11.4.2023).

Kein Wunder, dass hier auch die Versicherungswirtschaft diverse Tarife vorstellt. Die Stiftung Warentest nahm im November 59 Operationskosten- und 78 Krankenvoll-Versicherungen für Katzen unter die Lupe (10.11.2022).

Auch der unabhängige Vertrieb hat hier bereits seine Spitzenanbieter ausgewählt, auch wenn die Sparte nicht zu den absoluten Spitzenprodukten aus Sicht der Vermittler zählt.

Die Uelzener Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft a.G. und die Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG sind die Favoriten der Versicherungsmakler, wenn es um die Vermittlung von Tierkranken-Policen geht. Dies zeigt die Studienreihe Asscompact Trends (21.4.2023).

Lesetipp „Tierversicherungen – vom Türöffner zur lukrativen Vertriebschance“
Cover Dossier (Bild: VersicherungsJournal)

Die Deutschen lieben ihre Haustiere. Und sind immer häufiger bereit, ihre treuen Gefährten nicht nur mit allerbestem Futter und hochwertigen Accessoires auszustatten, sondern auch gut abzusichern.

Über Möglichkeiten für Katzen, Hunde und Pferde berichtet ein neues Dossier des VersicherungsJournals: „Tierversicherungen – vom Türöffner zur lukrativen Vertriebschance. Marktpotenziale, Produkte und Anbieter zur Absicherung von Vierbeinern und ihren Haltern“

Darin wird berichtet, wie sich der Markt entwickelt und welche Risiken abgesichert werden müssen. Thematisiert werden Rankings und Ratings in den Segmenten Haftpflicht sowie Tierkrankenvoll und OP-Versicherung. Hinzu kommen Umfragen unter Verbrauchern und Maklern zum Service der Anbieter. Die Bedeutung der Sparte  wird nachgezeichnet und ihr Geschäftspotenzial aufgezeigt.

Nähere Informationen und Bestellmöglichkeit finden sich unter diesem Link. Die Publikation steht Premium-Abonnenten des VersicherungsJournals zur persönlichen Nutzung kostenlos zur Verfügung.

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