Private Altersvorsorge als Top-Sparziel abgelöst

19.1.2022 (€) – Das Anlegerbarometer der Union-Investment zeigt, dass sich 55 Prozent der Befragten „(sehr) stark“ und 32 Prozent „mittel“ stark mit ihrer finanziellen Absicherung beschäftigen. Unter den Jüngeren verfügt bislang nur knapp die Hälfte über mindestens ein entsprechendes Produkt. Fondssparpläne für das Alter können sich immer mehr Menschen vorstellen.

Erstmals seit sechs Jahren ist nicht mehr die private Altersvorsorge, sondern der Notgroschen das Top-Sparziel der Deutschen (VersicherungsJournal 22.12.2021). Dennoch bleibt die Absicherung im Alter für mehr als die Hälfte der Menschen ein wichtiges oder sehr wichtiges Thema.

Dies geht aus dem aktuellen Anlegerbarometer der Union-Investment-Gruppe hervor. Im November wurden 1.003 Personen im Alter von 20 bis 59 Jahren, die im eigenen Haushalt über die Finanzen entscheiden, online befragt. Die nach eigenen Angaben repräsentative Studie wurde von der Forsa Politik und Sozialforschung GmbH durchgeführt.

Mehr als die Hälfte zeigt starkes Interesse

Die Zahlen im Detail: 55 Prozent der Befragten setzen sich derzeit „stark“ oder „sehr stark“ mit Fragestellungen zur Altersabsicherung auseinander. 32 Prozent tun dies „mittel“ stark und 13 Prozent „kaum“ oder „gar nicht“.

Dabei steigt das Interesse mit der Nähe zum Renteneintritt. In der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen sagen nur 35 Prozent, dass sie sich mit dem Thema bereits beschäftigt haben, unter den 50- bis 59-Jährigen sind es 60 Prozent.

Thema Altersvorosrge (Bild: Union Investment)
(Bild: Union Investment)

Jüngere haben Nachholbedarf

Insgesamt verfügen 78 Prozent der Befragten bereits über eine private Altersvorsorge, 40 Prozent von ihnen besitzen sogar mehrere Produkte.

Luft nach oben zeigt sich bei den Youngster zwischen 20 und 29 Jahren. Nur knapp die Hälfte (49 Prozent) hat mindestens ein privates Altersvorsorgeprodukt.

Unter allen Befragten ist zu wenig Geld der Hauptgrund dafür, sich nicht zusätzlich abzusichern (28 Prozent). Er wird am häufigsten von der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen genannt (55 Prozent).

Ähnlich viele sehen keine Notwendigkeit (26 Prozent). 16 Prozent möchten das Thema vertagen und acht Prozent finden es zu kompliziert und zeitaufwendig.

Gründe (Bild: Union Investment)
(Bild: Union Investment)

Interesse an Fondssparplänen steigt

Ein Fondssparplan als Basis-Anlage kommt für fast die Hälfte (47 Prozent) in Betracht. Dieser Wert ist gegenüber dem dritten Quartal 2019 um 18 Prozentpunkte gestiegen, berichten die Studienautoren. Als Ergänzung zu anderen Anlagen können sich 52 Prozent (plus neun Prozentpunkte) einen solchen Sparvertrag vorstellen.

Als vorteilhaft sehen viele an, dass keine Laufzeiten eingehalten müssen (65 Prozent) und bereits mit kleinen Beträgen gespart werden kann (63 Prozent). Zudem schätzen es 47 Prozent, dass der monatliche Sparplan für Disziplin bei den eigenen Sparbemühungen sorgt.

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