24.7.2023 (€) – Die Produktgruppe kommt seit 2017 auf einen immer größeren Anteil beim Bestand. Auch beim Neuzugang zeigt die Kurve trotzt zuletzt leichter Einbußen insgesamt klar nach oben. Nach aktuellen GDV-Zahlen spielen Mischformen mit Garantien die größte Rolle, während die Bedeutung der klassischen Policen kontinuierlich sinkt. Im Aufwärtstrend befinden sich die Fondspolicen.
Im vergangenen Jahr verzeichneten die im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) organisierten Lebensversicherer einen Neuzugang von 4,4 Millionen eingelösten Versicherungsscheinen.
Dies entspricht einem Rückgang um ein Elftel – und einem neuen absoluten Tiefststand. Das ist der Mitte Juli vom Verband veröffentlichten Broschüre „Die deutsche Lebensversicherung in Zahlen 2023“ (PDF, 2,7 MB) zu entnehmen (VersicherungsJournal 12.7.2023). In der Publikation werden die vollständigen Geschäftszahlen für das Jahr 2022 präsentiert.
Leichter Bedeutungsverlust beim Neuzugang
Mit rund 2,13 Millionen Scheinen fiel fast die Hälfte (48,3 Prozent) des Neugeschäfts auf die Produktgruppe Renten- und Pensionsversicherungen. Das entspricht stückmäßig dem dritthöchsten und vom Anteil her dem zweithöchsten Wert seit 2015. Der höchste Wert wurde ein Jahr zuvor erreicht (24.8.2022).
Die niedrigste Zahl an eingelösten Renten- und Pensionspolicen im Betrachtungszeitraum verzeichnete die Branche 2017 mit unter zwei Millionen (40,3 Prozent). Nur ein Jahr zuvor fiel der Anteil noch niedriger aus.
Immer weniger neue Klassik-Policen
Die Produktgruppe unterteilt der GDV seit einigen Jahren in drei Segmente. Eines davon umfasst die Klassik-Policen, deren Anteil sich seit 2017 auf unter ein Achtel halbierte.
Nachdem sich die Bedeutung der Fondspolicen zu Beginn des Beobachtungszeitraums leicht von einem Neuntel auf ein Zehntel vermindert hatte, zeigt die Kurve nun steil nach oben. So hat sich der Anteil zwischen 2019 und 2022 auf ein knappes Drittel fast verdreifacht.
Die Mischformen mit Garantien waren in allen betrachteten Jahren die dominierende Variante. Ihr Gewicht nahm von knapp zwei Dritteln (2017) bis auf fast drei Viertel (2019) zu, um dann wieder zu sinken – zuletzt auf unter 60 Prozent.
Mischformen werden immer relevanter
Ein Blick auf die oben genannten Varianten im Bestand der Lebensversicherer zeigt, dass die Bedeutung der klassischen Versicherungen kontinuierlich abnimmt. Ihr Part reduzierte sich auf Sechsjahressicht von 63 auf 51 Prozent. Die Wichtigkeit der Mischformen mit Garantien nahm hingegen kontinuierlich zu – und zwar von etwa einem Viertel auf zuletzt klar über ein Drittel.
Die Bedeutung der Fondspolicen erhöhte sich seit 2019 um fast drei Prozentpunkte auf fast 13 Prozent. In den beiden Jahren davor war sie jeweils leicht zurückgegangen.







