Krankenversicherer punkten mit exzellenter Sicherheit

5.1.2015 (€) – In den letzten Assekurata-Unternehmensratings des Jahres 2014 erhielt die Alte Oldenburger Kranken erneut die Bestnote „exzellent“. Eine Note schlechter schnitten – wie bereits im Jahr 2013 – die Krankenversicherer der Süddeutschen und der Nürnberger ab. Am schlechtesten wurde die Süddeutsche Leben bewertet. Sie verlor ihr „sehr gut“ wegen der relativ starken Absenkung der Zinsdeklaration.

Zum Jahresende 2014 veröffentlichte die Assekurata Assekuranz Rating-Agentur GmbH Analysen über drei Krankenversicherer sowie einen Lebensversicherer.

Bei diesen beauftragten Folgeratings hat sich die schwierige Kapitalmarktsituation lediglich auf die Süddeutsche Lebensversicherung a.G. ausgewirkt. Sie wurde auf „gut“ herabgestuft.

Alte Oldenburger Kranken bestätigt Gesamturteil „exzellent“

Die Alte Oldenburger Krankenversicherung AG zeichnet sich nach Meinung von Assekurata durch eine exzellente Sicherheitslage aus.

Genau wie in den Vorjahren, hat das Unternehmen auch 2013 den gesamten Jahresüberschuss zur Stärkung der Eigenmittel verwendet. In Relation zu den verdienten Beiträgen ergibt dies eine Eigenkapitalquote von 22,2 Prozent.

Auch die Gewinnsituation und die Beitragsstabilität erhielten die Spitzenwertung. Die Teilqualitäten „Kundenorientierung“ und „Wachstum/Attraktivität am Markt“ wurden mit „sehr gut“ beurteilt. Zwar habe sich der Nettozugang 2013 gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert, gleichwohl sei mit 2,2 Prozent ein Zuwachs erzielt worden – im Gegensatz zur Branche.

Nürnberger Kranken unverändert „sehr gut“

Die Nürnberger Krankenversicherung AG wird hinsichtlich der Sicherheit gleichfalls exzellent bewertet. Die Eigenkapitalquote sei mit 12,3 Prozent überdurchschnittlich, so die Begründung. Sie ging allerdings trotz Stärkung des Eigenkapitals um eine Million Euro zurück. Im Jahr 2010 lag die Quote noch bei 14,5 Prozent.

Trotz eines Nettobestandsverlustes (1,3 Prozent) wuchsen die Beiträge um 7,2 Prozent, was überwiegend auf das Neugeschäft zurückzuführen ist. „Erfolg“ und „Beitragsstabilität“ wurden mit „sehr gut“ beurteilt, die Wachstumsaussichten zwei Stufen schlechter.

Nach den Maßstäben von Assekurata fiel die Kundenbefragung der Vollversicherten „gut“ aus, was zur Gesamtnote „sehr gut“ führt.

Süddeutsche Kranken gleichfalls unverändert „sehr gut“

Die Süddeutsche Krankenversicherung a.G. wird mit Ausnahme der „Kundenorientierung“ („sehr gut“) ebenso eingestuft wie die Nürnberger Kranken mit dem gleichen Gesamturteil „sehr gut“.

Die Eigenkapitalquote sei mit 20,5 Prozent überdurchschnittlich. Der Erfolg werde maßgeblich von versicherungs-geschäftlichen Ergebnissen getragen, führt Assekurata aus.

Vollversicherte stellten der Süddeutschen Kranken ein sehr gutes Urteil aus, Zusatzversicherte sogar ein exzellentes. „Wachstum/Attraktivität“ sind im aktuellen Folgerating weiterhin nur „weitgehend gut“. Die Anzahl der Vollversicherten blieb in den letzten Jahren mit knapp 170.000 Personen relativ unverändert, während die der Zusatzversicherten von 394.000 auf 466.000 stieg.

Süddeutsche Leben nur noch „gut“

Bei den Kriterien „Sicherheit“ und „Erfolg“ schnitt die Süddeutsche Lebensversicherung a.G. auch in diesem Folgerating mit „gut“ ab, obwohl sich Ertragslage und Umsatzrendite rückläufig entwickelten.

Die Wachstumsaussichten sind „sehr gut“. Im Jahr 2013 stiegen die gebuchten Bruttoprämien mit 7,2 Prozent deutlich stärker als der Marktdurchschnitt mit 4,0 Prozent.

Dass sich die Gesamtnote um eine Stufe auf „gut“ verschlechtert hat, ist auf den Faktor „Gewinnbeteiligung“ zurückzuführen. Die Süddeutsche Leben hatte im Jahr 2014 ihre Zinsdeklaration und damit auch die Gesamtverzinsung stärker als die Branche abgesenkt, weshalb statt der Note „gut“ nur noch „weitgehend gut“ vergeben wurde.

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