2.12.2021 (€) – Die Rheinland-Gruppe behielt ihre Vorjahresnote „A+“. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Sicherheitsmittel übererfüllte die Gruppe mit einer SCR-Quote von 287 Prozent. Bestätigt wurde auch die Bewertung der Prismalife, die mit „BBB+“ drei Stufen schlechter rangiert. Im Erstrating kommt die Stuttgarter Leben auf „A“. Bei allen Ratings ist der Ausblick stabil. Im Unternehmensrating schnitt die Alte Oldenburger Kranken erneut mit der Bestnote ab. Barmenia Kranken und Süddeutsche Kranken liegen eine Stufe darunter.
Die Assekurata Assekuranz Rating-Agentur GmbH veröffentlichte Ende November fünf neue Bonitätsratings, darunter erstmals für die Stuttgarter Leben. Die Krankenversicherer Alte Oldenburger, Barmenia und Süddeutsche unterzogen sich einem Unternehmens-Folgerating. Hier gab es eine Herabstufung bei der Kundenorientierung.
Die Rheinland-Gruppe weist weiterhin eine starke Bonität auf
Die Rheinland Versicherungs AG, Rhion Versicherung AG und Credit Life AG,100-prozentige Konzerntöchter der börsengelisteten Rheinland Holding AG, hatten sich im Jahr 2019 im Assekurata-Bonitätsrating um eine Stufe auf die Note „A+“ mit stabilem Ausblick verbessert. Dabei blieb es auch im aktuellen Folgerating.
Dabei wurden alle operativen Töchter im Rheinland-Konzern berücksichtigt. Die Risiken, die aus den klassischen Lebensversicherungsbeständen wirken, fließen ebenso ein wie die hohe Ertragskraft der originären Geschäftsfelder der Credit Life und die Wachstumspotenziale der Rhion.
Im Ratingbericht hervorgehoben werden die konsequente Fokussierung auf Profitabilität in allen essenziellen Geschäftsfeldern und das Erschließen von Wachstumspotenzialen in profitablen Nischen. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Sicherheitsmittel übererfüllte die Gruppe mit einer SCR-Quote von 287 Prozent zum Stichtag 31. Dezember 2020.
Prismalife verbessert die Bonität nicht
Die Prismalife AG erhielt von Assekurata erneut nur die Note „BBB+“ mit stabilem Ausblick. Sie rangiert damit drei Stufen hinter den Rheinland-Gesellschaften. Nach Einschätzung der Agentur befinden sich die Sicherheitsmittel noch in der Aufbauphase. Die Festigung sei unmittelbar vom Erfolg auf dem deutschen Lebensversicherungsmarkt abhängig.
Mit einer Solvenzquote von knapp 130 Prozent (ohne Übergangsmaßnahmen) Ende 2020 liegt die Prismalife unter dem Durchschnitt der Lebensversicherer. 97 Prozent der Einnahmen stammen aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Dadurch hat das Stornorisiko einen großen Einfluss auf das Risikoprofil.
Erstmals beauftragte die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. Assekurata mit einem Bonitätsrating. Sie stieg mit der Note „A“ mit stabilem Ausblick ein. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe dieses Urteils war der Ratingbericht öffentlich noch nicht verfügbar.
| Unternehmen | Ratingagentur | Note* | Bemerkungen** |
|---|---|---|---|
| * Noten: Plus- und Minuszeichen in der Regel mit derselben Bedeutung wie bei Schulnoten. „AA“ steht für eine „sehr starke“ und „BBB“ für eine „angemessene“ Bonität. ** IFS = Finanzstärkerating für Versicherer (Insurer Financial Strength Rating). Das Rating gilt für zwölf Monate. Danach verliert es seine Gültigkeit, wenn kein Folgerating erstellt wird. Quelle: Assekurata. | |||
| Credit Life | Assekurata | A+ | Bonitätsrating bestätigt; Ausblick stabil |
| Prismalife | Assekurata | BBB+ | Bonitätsrating bestätigt; Ausblick stabil |
| Rheinland Versicherung | Assekurata | A+ | Bonitätsrating bestätigt; Ausblick stabil |
| Rhion Versicherung | Assekurata | A+ | Bonitätsrating bestätigt; Ausblick stabil |
| Stuttgarter Leben | Assekurata | A | Erstrating; Ausblick stabil |
Alte Oldenburger Kranken bleibt insgesamt exzellent
Die Alte Oldenburger Krankenversicherung AG schnitt im Assekurata-Unternehmensrating wieder mit der Gesamtnote „exzellent“ ab. Diese Höchstnote gab es in drei der fünf Kategorien. Bei „Kundenorientierung“ muss die Gesellschaft sich in diesem Jahr mit einem „sehr gut“ zufrieden geben.
Das Urteil wurde abgesenkt, da das Ergebnis der Kundenbefragung schlechter ausfiel. Dennoch liegt es über den von Assekurata ermittelten Durchschnitten. So sind beispielsweise über 90 Prozent (Schnitt: 75,2 Prozent) mit der telefonischen Erreichbarkeit überaus zufrieden. Das könnte an den persönlichen Ansprechpartnern liegen, auf die das Unternehmen setzt.
Barmenia Kranken liegt eine Stufe schlechter als die Alte Oldenburger
In der Gesamtnote und in allen Teilkategorien wurde das Vorjahresurteil für die Barmenia Krankenversicherung a.G. bestätigt. Vier „sehr gut“ und ein „exzellent“ für Sicherheit addieren sich gewichtet zur Gesamtnote „sehr gut“.
Auch Barmenia Krankenversicherte sind mit der telefonischen Erreichbarkeit sehr zufrieden. Im Punkt „Kundenorientierung“ im Ratingbericht wird zudem die niedrige Beschwerdequote bei der Bafin beziehungsweise beim Ombudsmann hervorgehoben. Marktweit liegt sie bei 19,6 pro 100.000 Versicherten, bei der Barmenia bei 13,6 Prozent.
Voll umfänglich bestätigt hat Assekurata gleichfalls das Vorjahresurteil für die Süddeutsche Krankenversicherung a.G. Mit der Gesamtnote und zwei Einzelbewertungen „sehr gut“ liegt sie auf dem Niveau der Barmenia.
| Bereich/ Unternehmen | Gesamt | Sicherheit | Erfolg | Kunden-orientierung | Wachstum | Beitrags-stabilität |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Quelle: Assekurata | ||||||
| Alte Oldenburger Kranken | exzellent | exzellent | exzellent | sehr gut | gut | exzellent |
| Barmenia Kranken | sehr gut | exzellent | sehr gut | sehr gut | sehr gut | sehr gut |
| Süddeutsche Kranken | sehr gut | exzellent | sehr gut | sehr gut | zufrieden-stellend | exzellent |




