So würde die SPD-Gesundheitsabgabe die Belastung der Rentner erhöhen

17.2.2026

Der SPD-Parteivorstand hat in einem Grundsatzpapier eine sogenannte Gesundheitsabgabe vorgeschlagen. Demnach sollen zukünftig auch Miet- und Kapitaleinkünfte mit einer Abgabe verbeitragt werden, um die Einnahmen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zu erhöhen (VersicherungsJournal 11.2.2026).

Der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) rechnet vor, wie eine geplante Gesundheitsabgabe auf Mieten und Kapitalerträge die Rentner belasten könnte. Er geht dabei von folgenden Annahmen aus:

  • Es wird ein Freibetrag von 1.000 Euro pro Monat gewährt.
  • Auf die darüber hinausgehenden Einkünfte soll ein Krankenversicherungsbeitrag von 17,7 Prozent gezahlt werden.
  • Hypothetisch wird angenommen, dass die Deutsche Rentenversicherung einen hälftigen Zuschuss zum GKV-Beitrag auch bei Mieten und Kapitaleinkünften gewährt.

Bei einer gesetzlichen Rente von 1.061 Euro und Mieteinnahmen von 530 Euro würde der GKV-Beitrag laut PKV-Verband von 93,89 Euro auf 172,95 Euro steigen – ein Plus von 84,2 Prozent. Ein Rentner mit 1.379 Euro Rente und 705 Euro Kapitaleinkünften zahlt heute 122,04 Euro und künftig 232,08 Euro, also fast doppelt so viel.

Modellrechnung für Ausweitung der GKV-Beitragspflicht (Bild: PKV-Verband)
Modellrechnungen für Ausweitung der GKV-Beitragspflicht (Bild: PKV-Verband)

„Die zusätzliche Belastung müssten gerade jene Bürgerinnen und Bürger tragen, die dem Aufruf der Politik gefolgt sind und eigenverantwortlich privat fürs Alter vorgesorgt haben. Betroffen wären vor allem Versicherte aus der Mittelschicht, Rentnerinnen und Rentner sowie andere Kleinsparer“, kommentiert PKV-Verbandsdirektor Dr. Florian Reuther die Ergebnisse.

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