So (un)wichtig ist Vollversicherung für den freien Vertrieb

5.2.2019 – Vor allem die unabhängigen Vermittler waren zuletzt vom rückläufigen Neugeschäft mit Krankenvoll-Versicherungen betroffen. Laut der Asscompact-„Marktstudie Private Kranken- und Pflegeversicherung 2019“ blicken Makler und Mehrfachvertreter mehrheitlich nicht optimistisch in die Zukunft. Dies gilt sowohl für die (zukünftige) Bedeutung des Vollversicherungs-Geschäfts wie auch für Courtagesituation. Allerdings scheint die Talsohle durchschritten.

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Die privaten Krankenversicherer haben die Zahl der Vollversicherten im vergangenen Jahr bei leicht unter 8,8 Millionen Personen stabilisieren können. Genauere Angaben machte Dr. Wolfgang Weiler, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), im Rahmen der Jahrespressekonferenz des Verbands Ende Januar (VersicherungsJournal 29.1.2019) nicht.

Ob es 2018 wie in den sechs Jahren zuvor (VersicherungsJournal 20.7.2018) erneut zu einem Nettorückgang der Vollversichertenzahl gekommen ist, bleibt derzeit also noch offen.

Insbesondere unabhängige Vermittler betroffen

Von dem Neugeschäftsrückgang im einstigen Brot- und Buttergeschäft der Versicherungsbranche sind seit Einführung des Provisionsdeckels (VersicherungsJournal 31.10.2011) insbesondere die unabhängigen Vermittler betroffen. Dies zeigen verschiedene Vertriebswege-Untersuchungen (VersicherungsJournal 19.12.2018, 28.8.2018, 4.11.2016).

Dies belegen auch die letzten Auflagen der Studienreihe Asscompact Trends, die quartalsweise von der BBG Betriebsberatungs GmbH und der IVV Institut für Versicherungsvertrieb Beratungsgesellschaft mbH durchgeführt wird. Dort gehörten Krankenvoll-Versicherungen zuletzt zu den größten Ladenhütern (VersicherungsJournal 19.12.2018, 7.9.2018, 13.6.2018, 2.3.2018).

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Ausbaufähige Courtagesituation

Nach der Marktstudie „Private Kranken- und Pflegeversicherung 2019“, die ebenfalls von BBG und IVV durchgeführt wurde, ist hier keine wirkliche Besserung in Sicht. Hinsichtlich der Courtageeinnahmen rechnet nur gut jeder fünfte unabhängige Vermittler im laufenden Jahr mit einer Verbesserung.

Vor Jahresfrist traf dies allerdings auf nicht einmal jeden Neunten zu (VersicherungsJournal 5.2.2018). Aktuell erwartet immerhin wieder jeder 25. eine „viel bessere“ Courtagesituation. Im vergangenen Jahr hatte sich kein einziger Befragter dementsprechend geäußert.

Auf der anderen Seite ist auch der Anteil derjenigen Makler, die von einer negativen Entwicklung ausgehen (Antwortoptionen „eher schlechter“ und „viel schlechter“), von deutlich über einem Drittel auf etwa ein Viertel gesunken.

Vermittlererwartungen PKV-Courtageeinnahmen (Bild: Wichert)

Leichte Entspannung

Ein leichter Aufwärtstrend zeigt sich auch bei der Relevanz des Vollversicherungs-Geschäfts aus Vermittlersicht. Spielte dieses im Vorjahr nur für jeden elften Makler und Mehrfachvertreter eine „(sehr) große“ Rolle, so sind es aktuell wieder etwa ein Neuntel.

Ähnlich sieht es bei der Einschätzung der zukünftigen Rolle (in fünf Jahren) der Vollversicherung aus. Hier gehen mit fast 14 Prozent wieder fast doppelt so viele Befragte von einer „(sehr) großen“ Rolle aus wie im Vorjahr.

Die 409-seitige „Marktstudie Private Kranken- und Pflegeversicherung 2019“ Award enthält auch detaillierte Ranglisten zu den Geschäftsanteilen der Anbieter im freien Vertrieb (VersicherungsJournal 5.2.2019).

Ermittelt wurde bei der Onlinebefragung von über 300 Maklern und Mehrfachvertretern darüber hinaus auch die Vermittlerzufriedenheit in der Vollversicherung. Untersucht wurden zudem die Krankenzusatz- und die Pflegezusatz-Versicherung. Der Berichtsband kann für 2.677,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Florian Stasch per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575838 bestellt werden.

 
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