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Rechtsschutz: Klagewelle könnte halbe Milliarde Euro kosten

14.10.2019

Nach Schätzungen der Meyerthole Siems Kohlruss Gesellschaft für aktuarielle Beratung mbH (MSK) haben über 100.000 Immobilienbesitzer ihre Darlehensverträge widerrufen, weil sie beim Vertragsabschluss nicht ordnungsgemäß über ihr Widerrufsrecht belehrt worden waren. Die daraus resultierende Klagewelle setzte sich bis heute fort.

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„Wir schätzen den Aufwand, der den Rechtsschutz-Versicherern hierbei entsteht, auf eine halbe Milliarde Euro", erklärte MSK-Geschäftsführer Onnen Siems. Damit seien die Darlehensprozesse ein deutlich größeres Kumulereignis als die Klagen im VW-Abgasskandal. Auch die durchschnittlichen Streitwerte seien mit 80.000 Euro bei den Darlehen höher als die 25.000 bei den Diesel-Autos.

Onnen Siems (Bild: Schmidt-Kasparek)
Onnen Siems (Bild: Schmidt-Kasparek)

Die durch „Dieselgate“ verursachten versicherten Rechtskosten schätzt MSK deutlich geringer als die bisher vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) veranschlagten 380 Millionen Euro. Als Grund nennen die Aktuare, dass in zunehmend mehr Fällen Volkswagen die Verfahrenskosten gänzlich selbst trage.

Nach Beobachtungen von MSK sind die Rechtsschutzversicherer bei den Fällen des Darlehens-Widerrufs „tendenziell unterreserviert“. Eine nachträgliche Verteuerung um 20 bis 50 Prozent bei den abgeschlossenen Verfahren sei keine Seltenheit. Die Aktuare raten daher, die Reservierungssysteme anzupassen. Außerdem müsse die Branche durch diese Kumulereignisse ihren Rückversicherungsbedarf neu bewerten.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Aktuar · Darlehen · Immobilie · Rechtsschutz · Rückversicherung
 
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