18.11.2025 – Die neue WIP-Studie zur Versorgung von Privatversicherten mit Arzneimitteln zeigt, dass die Versicherten zunehmend moderne und wirksamere Therapien erhalten. Viele davon standen demnach vor wenigen Jahren noch nicht zur Verfügung und verbessern heute die Lebensqualität der Patienten deutlich. Moderne Medikamente für Diabetespatienten gehören aber auch zu den stärksten Kostentreibern.
Die private Krankenversicherung (PKV) trägt maßgeblich dazu bei, dass medizinische Innovationen ihren Weg in die Praxis finden. Das belegt eine neue Studie des WIP – Wissenschaftlichen Instituts der PKV, das seit mehr als 15 Jahren über den Arzneimittelbedarf von Privatversicherten berichtet.
Die aktuelle Analyse zeigt detailliert die Entwicklungen im Zeitraum 2019 bis 2023 und den Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die Auswertung basiert auf den Abrechnungsdaten von 17 privaten Versicherern, die repräsentativ für rund 80 Prozent der Vollversicherten stehen, und bezieht ergänzende Daten aus externen Datenbanken ein.
Demnach zahlen Deutschlands PKV-Anbieter weiterhin überproportional viel für pharmazeutische Neuheiten. Obwohl sie mit ihren 8,7 Millionen Vollversicherten auf eine Bevölkerungsquote von etwa zehn Prozent kommen, steuern sie rund 15 Prozent für die neuen Medikamente bei. Der Anteil patentgeschützter Arzneimittel ist hier mit 13 Prozent doppelt so hoch wie in der GKV (6,7 Prozent).
„Privatversicherte leisten einen wichtigen Beitrag zur Refinanzierung von Forschung und Entwicklung in der pharmazeutischen Industrie“, heißt es vom WIP. „Die steigenden Arzneimittelausgaben spiegeln die rasante Entwicklung neuer, oft lebensverbessernder Behandlungsmöglichkeiten wider.“
In dem analysierten Jahr 2023 stiegen die Arzneimittelausgaben der PKV demnach auf 4,5 Milliarden Euro. Dieses neue Höchstniveau entspricht laut WIP einem Wachstum um 6,6 Prozent gegenüber 2022 (VersicherungsJournal 20.12.2024) und um 27,9 Prozent im Fünfjahreszeitraum seit 2019.
Ein Teil dieses Ausgabenanstiegs beruhe auf wichtigen Präventionsmaßnahmen: Die Impfungen gegen Gürtelrose nahmen deutlich zu und erreichten 2023 ein Ausgabenvolumen von 100,5 Millionen Euro.

„Ob Diabetes, Krebs oder Autoimmunerkrankungen – viele der heute eingesetzten Medikamente standen vor wenigen Jahren noch nicht zur Verfügung“, erklärt WIP-Institutsleiter Frank Wild. Die modernen Therapien verbesserten aber die Lebensqualität der Patienten.
Auffällig sind laut Wild insbesondere die stark wachsenden Rechnungsbeträge zur Behandlung chronischer Erkrankungen. Der damit verbundene Mehrumsatz durch die PKV stärke jedoch auch den Pharmastandort Deutschland. Etwa 70 Prozent aller PKV-Arzneimittelausgaben fließen an forschende Pharmaunternehmen für patentgeschützte oder ehemals patentgeschützte Medikamente.
Als Beispiel nennt das WIP moderne Diabetesmedikamente, die nicht nur den Blutzucker senken, sondern auch Vorteile für das Herz-Kreislauf-System bieten. Die Ausgaben für Antidiabetika stiegen innerhalb von fünf Jahren um 143,3 Millionen Euro beziehungsweise 56,2 Prozent.
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