17.4.2026 – Die Preise für Eigentumswohnungen sind 2025 durchschnittlich nominal um 3,8 Prozent, real um 0,6 Prozent, gegenüber dem Vorjahr gestiegen. In den Städten mit bis zu 100.000 Einwohnern haben die Experten mit real plus 1,2 Prozent die höchsten Steigerungen festgestellt. Weniger stark betroffen waren die sieben größten deutschen Städte mit plus 0,2 Prozent. Unter den Großstädten ist vor allem Potsdam kostspieliger geworden mit plus 14,3 Prozent. In den bayerischen und norddeutschen Ferienregionen lagen die Preise weiterhin auf hohem Niveau, verzeichneten aber teilweise kräftige Rückgänge.
Der Aufwärtstrend bei den Wohnimmobilienpreisen setzt sich fort. Im März stiegen die Preise für Eigentumswohnungen laut Europace Hauspreisindex (EPX) mit 0,61 Prozent deutlich an (VersicherungsJournal 15.4.2026). Nach diesen Berechnungen kletterten sie damit binnen Jahresfrist um 1,39 Prozent nach oben.
Preise für Wohnimmobilien stiegen 2025 real um 0,6 Prozent
Die Studie „Postbank Wohnatlas 2026“ der Postbank, einer Niederlassung der Deutschen Bank AG, kommt im Durchschnitt aller Landkreise und kreisfreien Städte für Eigentumswohnungen im Bestand sogar auf eine nominale Steigerung von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, also real auf 0,6 Prozent.
Zum Vergleich: Im Jahr 2024 lagen die Preise real noch 2,8 Prozent, 2023 sogar 10,1 Prozent unter dem jeweiligen Vorjahresniveau.
In den Städten mit bis zu 100.000 Einwohnern haben die Experten der Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut gGmbH (HWWI), die mit der Studie beauftragt waren, die höchsten Steigerungen festgestellt. Im Durchschnitt über alle diese Mittelstädte erhöhten sich die Preise 2025 real um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
In den Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern wurden Eigentumswohnungen um real 0,8 Prozent teurer, in den Landkreisen um 0,5 Prozent. Weniger stark betroffen waren die sieben größten deutschen Städte („Big 7“), hier stieg der Preis im Schnitt um 0,2 Prozent. Das Institut der deutschen Wirtschaft hatte gleichfalls eine Verlagerung der Nachfrage in mittelgroße Städte beobachtet. (28.1.2026)
München bleibt die teuerste deutsche Großstadt
In den für den Immobilienmarkt bedeutendsten sieben Metropolen entwickelten sich die Preise sehr unterschiedlich. In Berlin und Stuttgart sanken sie real im Vergleich zum Vorjahr – in der baden-württembergischen Landeshauptstadt sogar um 1,4 Prozent. In Frankfurt am Main blieben die Preise real nahezu unverändert.
Den höchsten inflationsbereinigten Anstieg gegenüber dem Vorjahr verzeichnete dagegen Hamburg mit durchschnittlich 1,0 Prozent, dicht gefolgt von München mit gerundet ebenfalls 1,0 Prozent. Unter den Großstädten ist vor allem Potsdam kostspieliger geworden. Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen in der Hauptstadt Brandenburgs real durchschnittlich um 14,3 Prozent auf 5.897 Euro pro Quadratmeter.
| Rang | Stadt | Quadratmeterpreis 2025 in Euro
| Kaufpreisveränderung in Prozent * |
|---|---|---|---|
| * von 2024 bis 2025, inflationsbereinigt. Wohnungen im Bestand in Euro. Quellen: Value AG (empirica-systeme Marktdatenbank), Statistisches Bundesamt, Berechnungen HWWI. | |||
| 1 | Hamburg | 6.394 | +1,05 |
| 2 | München | 9.070 | +1,00 |
| 3 | Düsseldorf | 5.164 | +0,93 |
| 4 | Köln | 5.029 | +0,82 |
| 5 | Frankfurt am Main | 6.293 | -0,04 |
| 6 | Berlin | 5.796 | -1,24 |
| 7 | Stuttgart | 4.737 | -1,37 |
Steigende Preise in Sachsen, Rheinland-Pfalz, Bremen und Brandenburg
Auf Ebene der Bundesländer fiel der durchschnittliche Preisanstieg für Eigentumswohnungen in Sachsen über alle Landkreise und kreisfreien Städte mit real 5,2 Prozent am stärksten aus. Im Vorjahr hatte es hier noch den stärksten Preisabfall (4,4 Prozent) gegeben. Auch in Rheinland-Pfalz (plus drei Prozent), Bremen (plus 2,9 Prozent) und Brandenburg (plus 2,4 Prozent) wurde Wohneigentum im Schnitt deutlich teurer.
In Thüringen sanken die Preise dagegen um 5,2 Prozent und auch in Sachsen-Anhalt, Berlin, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein wurden Eigentumswohnungen real günstiger.

- Wohnatlas 2026 (Bild: Postbank) Zum Vergrößern Bild klicken.
Sylt und Co.: Ferienregionen verzeichnen Einbußen
In den alpenländischen Ferienregionen gingen die Preise für Eigentumswohnungen 2025 weiter leicht zurück. Im Durchschnitt sanken sie real um 1,1 Prozent. Ein Beispiel ist der bayerische Landkreis Garmisch-Partenkirchen, in dem Eigentumswohnungen real 3,1 Prozent günstiger waren als im Vorjahr. Im Südwesten Bayerns stiegen die Preise dagegen inflationsbereinigt leicht an.
In den Ferienregionen an der Nord- und Ostsee lagen die Kaufpreise weiterhin auf einem hohen Niveau. Einige besonders hochpreisige Kreise verzeichneten aber deutliche Einbußen: Nordfriesland mit den beliebten Urlaubsinseln Sylt, Föhr und Amrum hat mit 7.886 Euro pro Quadratmeter die zweithöchsten Preise für Eigentumswohnungen in ganz Deutschland. 2025 sanken sie jedoch real um 7,4 Prozent.
Im niedersächsischen Landkreis Aurich, zu dem die Inseln Juist, Norderney und Baltrum gehören, gingen die Preise um 8,6 Prozent zurück. In den Landkreisen an der schleswig-holsteinischen Ostsee stiegen sie inflationsbereinigt dagegen an.
| Rang | Stadt/Kreis | Bundesland | Quadratmeter-Preis 2025 in Euro | Veränderung in Prozent * |
|---|---|---|---|---|
| * von 2024 bis 2025, inflationsbereinigt. Wohnungen im Bestand in Euro. Quellen: Value AG (empirica-systeme Marktdatenbank), Statistisches Bundesamt, Berechnungen HWWI. | ||||
| 1 | München, Stadt | Bayern | 9.070 | +1,0 |
| 2 | Nordfriesland, Landkreis | Schleswig-Holstein | 7.886 | -7,4 |
| 3 | Miesbach, Landkreis | Bayern | 7.689 | -3,9 |
| 4 | München, Landkreis | Bayern | 6.865 | +0,1 |
| 5 | Starnberg, Landkreis | Bayern | 6.681 | -1,4 |
| 6 | Hamburg, Stadt | Hamburg | 6.394 | +1,0 |
| 7 | Frankfurt am Main, Stadt | Hessen | 6.293 | -0,04 |
| 8 | Garmisch-Partenkirchen, Landkreis | Bayern | 6.073 | -3,1 |
| 9 | Potsdam, Stadt | Brandenburg | 5.897 | +14,3 |
| 10 | Aurich, Landkreis | Niedersachsen | 5.818 | -8,6 |




