24.1.2001 (€) – Einen Anstieg der Beitragssätze der Sozialversicherung von derzeit rund 40 Prozent um mehr als die Hälfte auf bis zu 63 Prozent des Einkommens bis zum Jahr 2050 prognostiziert das Institut der deutschen Wirtschaft.
Vom Bruttogehalt bleibt den Arbeitnehmern dann nach Steuern bestenfalls die Hälfte, je nach Steuerprogression könnten die Abzüge leicht 60 Prozent überschreiten. Wie die Volkswirtschaft dann noch funktionieren soll, ist schwer vorstellbar.
Damit es nicht soweit kommt, muss dringend gehandelt werden, insbesondere bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Dazu gehört der Abbau der Planwirtschaft im Gesundheitswesen zu Gunsten von mehr Wettbewerb und Effizienz. Genauso wichtig ist, die Zivilisationskrankheiten und andere vermeidbare Kosten durch eine verstärkte Vorbeugung zurückzudrängen.
Kleine Reförmchen und Debatten wie um die Höhe der Zuzahlung bei Medikamenten oder das Festlegen von Fallpauschalen für Krankenhausbehandlungen reichen längst nicht aus.
Es ist zu hoffen, dass die neue Gesundheitsministerin mehr zustande bringen wird, als ihre Vorgänger. Und schneller muss es gehen, die Zeit läuft uns davon.




