Gestohlene Fahrräder sind immer teurer

13.5.2026 – Die Zahl der versicherten Fahrraddiebstähle ist im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr erneut gesunken. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) wurden den Versicherern rund 130.000 Diebstähle gemeldet, im Jahr zuvor waren es etwa 150.000.

Damit wurde zugleich der niedrigste Stand der vergangenen 20 Jahre erreicht: Im Jahr 2005 lag die Zahl der entwendeten Fahrräder noch bei rund 260.000. Der GDV führt die sinkenden Diebstahlzahlen auch darauf zurück, dass Räder besser gesichert werden – etwa durch hochwertige Bügel- oder Kettenschlösser.

Fahrraddiebstähle 2005 bis 2025 (Bild: GDV)
Fahrraddiebstähle 2005 bis 2025 (Bild: GDV)

Die Gesamtschadenssumme der Versicherer hat sich trotz rückläufiger Fahrraddiebstähle nicht verringert. Seit 2022 liegt sie bei rund 150 Millionen Euro und damit auf einem konstant hohen Niveau. In den Jahren 2019 bis 2021 hatte sie noch bei etwa 110 Millionen Euro gelegen, zwischen 2015 und 2018 bei rund 100 Millionen Euro.

Als Grund für die hohe Schadensumme nennt der GDV, dass Fahrräder in vielen Haushalten inzwischen deutlich höhere Werte haben als noch vor einigen Jahren. Hochwertige Pedelecs kosteten oft mehrere tausend Euro und seien damit ein attraktives Ziel für Diebe.

Kosten pro Fahrraddiebstahl 2005 bis 2025 (Bild: GDV)
Kosten pro Fahrraddiebstahl 2005 bis 2025 (Bild: GDV)

„Der durchschnittliche Schaden nach einem Fahrraddiebstahl liegt inzwischen bei 1.270 Euro und damit so hoch wie nie“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Vor zwanzig Jahren mussten die Versicherer im Schnitt noch rund 390 Euro pro gestohlenem Fahrrad zahlen – ein Plus von etwa 226 Prozent.

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