Finanzaufsicht mahnt Versicherer zu mehr Eile bei Leistungsanträgen

14.4.2025 (€) – Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) erwartet von Deutschlands Versicherern, dass sie Anträge auf Leistungen bei durchschnittlich gelagerten Fällen grundsätzlich mindestens innerhalb eines Monats abschließend bearbeiten. Das macht die Anstalt des öffentlichen Rechts in einer aktuellen amtlichen Aufsichtsmitteilung deutlich, um öffentlichen Druck auf die Branche auszuüben.

Aktueller Anlass hierfür sei, dass sich derzeit viele Verbraucher über sehr lange Bearbeitungszeiten von Leistungsanträgen beschweren; in manchen Fällen dauere es länger als einen Monat. „Dies kann Versicherte in eine schwierige Lage bringen – etwa, wenn privat Krankenversicherte sehr hohe Rechnungen innerhalb kurzer Fristen begleichen müssen“, heißt es von der Bafin.

Julia Wiens (Bild: Matthias Sandmann)
Julia Wiens (Bild: Matthias Sandmann)

„Mangelnde Personalressourcen oder ein erhöhtes Schadenaufkommen können kein Grund für dauerhafte Verzögerungen in der Bearbeitung von Leistungsanträgen sein“, betont Julia Wiens, Bafin-Exekutivdirektorin für Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht. Man werde das Leistungsverhalten der Versicherer beobachten und bei Verzögerungen „geeignete aufsichtliche Maßnahmen ergreifen“.

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