26.2.2026 – Bei zehn der 50 größten Kraftfahrtversicherer verminderte sich zwischen 2019 und 2024 der Vertragsbestand. Am stärksten büßte nach absoluten Zahlen der HDI ein. Prozentual am stärksten verlor die Dialog ein. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig.
Die Anzahl der versicherten Risiken in der Kraftfahrtversicherung ist in den zurückliegenden Jahren kräftig gestiegen. Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zufolge betrug das Plus von 2010 auf 2024 über ein Viertel. Ende 2024 summierte sich der Bestand auf 132,4 Millionen Verträge.
Während es zu Beginn des oben genannten Zeitraums mit jährlich etwa einem Prozent eher verhalten bergauf ging, lag die Zuwachsrate von 2016 bis 2023 kontinuierlich bei um die zwei Prozent. 2024 waren es „nur“ 1,1 Prozent. Von 2019 auf 2024 baute die Branche den Bestand um ein gutes Elftel aus.

Laut dem „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ konnten – angeführt von der Provinzial Versicherung AG und der Huk24 AG (VersicherungsJournal 26.2.2026) – 40 Autoversicherer ihre Bestände auf Sechsjahressicht ausbauen.
Die Studie wird jährlich von der V.E.R.S. Leipzig GmbH durchgeführt. Sie enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen (2018 bis 2023) der 50 größten Marktakteure in der Sparte, die auf rund 90 Prozent Marktanteil kommen.
Mit Abstand die meisten Verträge verloren die HDI Versicherung AG (minus 329.508 auf knapp 1,94 Millionen Stück) und die Axa Versicherung AG (minus 320.652 auf 4,28 Millionen). Um jeweils etwa 190.000 Kontrakte verminderten sich die Bestände der Dialog Versicherung AG (auf 295.473) und der Cosmos Versicherung AG (auf unter 1,9 Millionen).
Sechsstellig büßten ansonsten nur noch die DA Deutsche Allgemeine Versicherung AG (DA Direkt; auf 894.482) sowie die Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg (auf unter 7,2 Millionen) ein.
Zu den Akteuren mit fünfstelligen Verlusten gehören die Versicherer im Raum der Kirchen Sachversicherung AG (VRK; auf 402.667 Policen), die Alte Leipziger Versicherung AG (auf 418.007), die Axa Easy Versicherung AG (234.343) und die BGV-Versicherung AG (auf 805.702).

Betrachtet man die Verminderungsraten von 2019 auf 2024, so fiel das Minus bei der Dialog am größten aus. Das Unternehmen büßte im Betrachtungszeitraum fast 40 Prozent ihres Bestands ein. Bei der Cosmos, beim HDI und bei der DA Direkt schrumpfte die Vertragszahl um ein Sechstel bis ein Siebtel.
Vergleichsweise hohe Reduzierungsraten zwischen 9,8 und 6,6 Prozent waren bei der Axa Easy, der VRK, der Axa und der Alten Leipziger zu beobachten. Jeweils um etwa 1,5 Prozent niedrigere Bestände als 2019 hatten der Huk-Coburg VVaG und die BGV zu verzeichnen.

Von den vorgenannten Anbietern verlor nur die Cosmos kontinuierlich. Die Schrumpfungsraten lagen zwischen deutlich unter einem Prozent zu Beginn und am Ende des Beobachtungszeitraums und über acht Prozent im Jahr 2023, was das Unternehmen auf das rückläufige Neugeschäft in den Kraftfahrtsparten zurückgeführt hatte (22.1.2025).
Nur jeweils einmal im Betrachtungszeitraum in der Gewinnzone fanden sich unter anderem die Axa und der HDI wieder. Die Hannoveraner legten nur 2022 zu, und dies mit 9,3 Prozent sogar deutlich. In den übrigen Jahren schrumpfte sie um bis zu etwa ein Achtel (2024). Dies entsprach der zweithöchsten Verminderungsrate (18.12.2025), wodurch es in der Rangliste von 17 auf 19 abwärts ging.
Die Kölner, die zuletzt dreimal im Bereich von einem halben Prozent verloren, wuchsen nur 2021. Im Jahr davor war es mit 6,5 Prozent besonders deutlich nach unten gegangen. Dadurch waren die Kölner in der Rangliste der größten Anbieter von der sechsten auf die neunte Position zurückgefallen (15.2.2022). Diese Platzierung konnte seitdem gehalten werden.

Der „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 200-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 1.487,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.
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