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Diese Schaden-/Unfallversicherer schrieben 2019 rote Zahlen

26.4.2021 – In der Schaden-/Unfallversicherung erzielten 2019 mit der Allianz Direct, dem Bayerischen Versicherungsverband und der DA Direkt drei der 50 größten Anbieter Combined Ratios von über 100 Prozent. Vier weitere Anbieter (Condor, R+V, Helvetia und BGV) arbeiteten so gerade eben kostendeckend. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2014-2019: Kompositversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig.

Die Ertragslage für die deutschen Kompositversicherer hat sich 2019 erneut verbessert. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (nach Abwicklung; in Relation zu den verdienten Bruttobeiträgen) ist um über einen Prozentpunkt auf 92,8 Prozent gesunken.

Dies ist dem „Statistischen Taschenbuch der Versicherungswirtschaft 2020“ des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zu entnehmen. Damit blieb die Branche nicht nur zum sechsten Mal in Folge versicherungstechnisch in der Gewinnzone. Der aktuelle Wert ist zugleich der niedrigste seit 2007.

Im Betrachtungszeitraum schrieben die Schaden-/Unfallversicherer nur 2013 rote Zahlen. Seinerzeit waren die Versicherungsleistungen aufgrund gehäufter Extremwetterereignisse wie dem Juni-Hochwasser sowie diversen Hagelstürmen (VersicherungsJournal 6.1.2014) auf einen Höchstwert von 50 Milliarden Euro gestiegen.

Entwicklung Combines Ratio (Bild: Wichert)

Allianz Direct mit der höchsten Combined Ratio

Insgesamt schrieben 2019 laut dem „Branchenmonitor 2014-2019: Kompositversicherung“ allerdings drei der 50 nach Prämieneinnahmen größten Anbieter rote Zahlen. Dies zeigt der „Branchenmonitor: Kompositversicherung 2014-2019“ der V.E.R.S. Leipzig GmbH und der Sirius Campus GmbH. In diesem werden zahlreiche Kennzahlen der 50 größten Akteure mit etwa 85 Prozent Marktanteil dargestellt.

Der höchste Wert wird mit 109,4 Prozent für die Allianz Direct Versicherungs-AG ausgewiesen. Hintergrund sind insbesondere Sonderfaktoren, wie die Gesellschaft, die fast ausschließlich im Kraftfahrtgeschäft unterwegs ist, im Geschäftsbericht 2019 (PDF, 827 KB) anführt (16.11.2020).

Auch Bayerischer Versicherungsverband und DA Direkt im roten Bereich

Kombinierte Schaden-Kosten-Quoten von jeweils über 102 Prozent standen für die Bayerischer Versicherungsverband Versicherungs-AG und die DA Deutsche Allgemeine Versicherung AG (DA Direkt) zu Buche.

Auch bei diesen beiden Akteuren spielt die Bestandszusammensetzung eine große Rolle. Die DA Direkt ist hauptsächlich in der Kfz-Versicherung aktiv (92 Prozent Anteil am Beitragsvolumen) und kam hier auf eine Combined Ratio von fast 104 Prozent. Eine Quote von deutlich unter 50 Prozent in der Hausratversicherung fiel insgesamt kaum ins Gewicht.

Auch der Bayerische Versicherungsverband war in Hausrat hoch profitabel (Combined Ratio: 64 Prozent). Dieser Zweig macht aber nur gut vier Prozent des Prämienvolumens aus. In Kraftfahrt (knapp ein Drittel Anteil) hatte der Anbieter mit über 105 Prozent die achthöchste Combined Ratio zu verzeichnen. In Wohngebäude (knapp ein Viertel Anteil) gab es sogar die branchenweit zweithöchste Quote (11.11.2020).

Weitere Anbieter mit vergleichsweise hohe Quoten

So gerade eben kostendeckend wirtschafteten im Berichtjahr die Condor Allgemeine Versicherungs-AG, die R+V Allgemeine Versicherung AG, die Helvetia Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft AG, Direktion für Deutschland und die BGV-Versicherung AG.

Dabei schaffte es die R+V nur in der Sparte Hausrat versicherungstechnisch in die Gewinnzone (15.12.2020). Bei der Condor ist dies auf die über 100 Prozent liegenden Werte im Bereich Kfz (fast die Hälfte Anteil an den Einnahmen) und Wohngebäude (rund ein Sechstel Anteil) zurückzuführen. In Hausrat (etwa zwei Prozent Anteil) erzielte das Unternehmen mit 56 Prozent eine der marktweit niedrigsten Quoten.

Die Helvetia landete in den Sparten Haftpflicht und Wohngebäude (zusammen etwa 30 Prozent Anteil am Beitragsaufkommen) nur so gerade eben in den schwarzen Zahlen, in Kraftfahrt (etwa ein Drittel Anteil) aber bei 104 Prozent.

Die BGV wies in der Kraftfahrtsparte (rund zwei Drittel Anteil) mit 107 Prozent die vierthöchste kombinierte Schaden-Kosten-Quote aus. In den Bereichen Gebäude (1.12.2020) und Hausrat, die zusammen nur acht Prozent des Prämienvolumens ausmachen, reichte es hingegen zu Spitzenwerten.

Versicherer mit den höchsten Combined Ratios (Bild: Wichert)

Bezugsmöglichkeit

Der „Branchenmonitor 2014-2019: Kompositversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig sowie Daten zur Bestandskundenanalyse.

Für die rund 100-seitige Studie werden inklusive Mehrwertsteuer 803,25 Euro fällig. Sie kann beim Studienverantwortlichen Clemens Wilde per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659265 bestellt werden.

 
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