Dies waren 2025 die Top- und Flop-Produkte in der Lebensversicherung

17.6.2026 – Renten- und Pensionsversicherungen dominierten auch im vergangenen Jahr den Neuzugang der deutschen Lebensversicherer. Die Zahl der insgesamt eingelösten Versicherungsscheine sank unter den bisherigen Tiefststand aus dem Vorjahr – und das um über ein Neuntel. Eine kräftige Absatzsteigerung war nur in den Segmenten Rente/Pension zu beobachten. Dies geht aus aktuellen GDV-Zahlen hervor.

Die deutschen Lebensversicherer sammelten 2025 mit 99,5 Milliarden Euro 5,2 Prozent mehr an Bruttobeiträgen ein als im Jahr zuvor (VersicherungsJournal 22.5.2025). In der Lebensversicherung im engeren Sinne – also ohne Pensionskassen und Pensionsfonds – ging es um 5,3 Prozent auf 96,7 Milliarden Euro aufwärts.

Das geht aus der am Dienstag vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) im Internet veröffentlichten Zahlensammlung „Altersvorsorge in Zahlen“ hervor. Dort werden die vollständigen Geschäftszahlen der Sparte für das Geschäftsjahr 2025 dargelegt.

Deutlich mehr Einmalbeitragsgeschäft

Die Beitragssumme des Neugeschäfts erhöhte sich in der Lebensversicherung im engeren Sinne um 5,3 Prozent auf 192,6 Milliarden Euro. Davon entfielen auf Einmalbeitragspolicen 31,9 Milliarden Euro, das waren 17 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Die laufenden Beitragszahlungen summierten sich auf 160,7 Milliarden Euro. Das entspricht einer Zunahme um 3,1 Prozent. Insgesamt ergibt sich daraus ein APE von 10,0 Milliarden Euro (plus 7,5 Prozent).

Neuzugang in der Lebensversicherung auf einem Tiefststand

Der Neuzugang in der Lebensversicherung im engeren Sinne fiel mit nur noch etwas über 3,8 Millionen Neuverträgen so niedrig aus wie niemals zuvor. Der bisherige Tiefststand war ein Jahr zuvor mit erstmals unter 4,3 Millionen Stück gemessen worden.

Im Jahr 2019 sowie zwischen 2013 und 2016 waren es noch jeweils über fünf Millionen, in den vier Jahren davor noch jeweils über sechs Millionen Stück. Der Höchstwert in diesem Jahrtausend wurde 2004 mit über 11,8 Millionen neuen Policen erreicht.

In den Jahren mit besonders hohem Neuzugang spielten allerdings meist Sondereffekte in die Entwicklung hinein, wie etwa der Wegfall des Steuerprivilegs oder anstehende Absenkungen des Höchstrechnungszinses (6.8.2014).

Neuzugang (Bild: Wichert)

Viele Produktgruppen tief im Minus

Die verschiedenen Produktgattungen entwickelten sich höchst unterschiedlich. So verkaufte die Branche 2025 mit knapp 2,13 Millionen knapp vier Prozent mehr Renten- und Pensionsversicherungen.

Nach oben zeigte die Kurve ansonsten nur noch bei den klassischen Kapitallebensversicherungen (plus 0,1 Prozent auf 300.700) sowie im Segment „Sonstige Lebensversicherungen“ (plus 2,2 Prozent auf 249.200). Hierzu zählt der GDV Kapitalisierungsgeschäfte, Bausparrisiko- sowie übrige Einzel- und Kollektivversicherungen.

Besonders deutlich nach unten zeigte die Kurve im Segment Restschuld (inklusive Lebensversicherungen ohne Überschussbeteiligung) mit minus fast zwei Dritteln (auf 296.900 Scheine).

Eine Verminderung um 5,5 Prozent gab es bei den fondsgebundenen Kapitallebensversicherungen (auf 82.000 Stück). Mit 308.400 brachten die Lebensversicherer im vergangenen Jahr 3,5 Prozent weniger Risikoversicherungen unters Volk. Rückläufig waren auch Invaliditätsversicherungen (minus 1,4 Prozent auf 442.200 Scheine) sowie Pflegerenten (minus 0,1 Prozent auf 5.400).

Produktgruppen (Bild: Wichert)

Renten- und Pensionsversicherungen dominieren Neuzugang

Hinter den Renten- und Pensionsversicherungen mit über zwei Drittel Anteil hatte das Segment Invalidität mit einem Anteil von einem guten Neuntel das zweitstärkste Gewicht am Neuzugang.

Dahinter folgen Risiko-, klassische Kapitallebens- und Restschuldversicherungen sowie die Rubrik „Sonstige“ mit Anteilen zwischen acht und sieben Prozent. Gut jede 50. neue Police war der Kategorie fondsgebundene Kapitalleben zuzuordnen. In etwa jeder 700. Neuvertrag war eine Pflegerente.

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