11.4.2023 (€) – Im vergangenen Jahr bauten nach Daten der Zeitschrift für Versicherungswesen lediglich 17 von 67 Lebensversicherern auf dem deutschen Markt ihr Beitragsvolumen aus. Am größten fiel das Plus bei der Ergo Vorsorge mit 120 Prozent aus. Um jeweils ein Siebtel legten die BL die Bayerische und die Dortmunder zu.
2022 sammelten die Lebensversicherer – getragen vom gesunkenen Einmalbeitragsgeschäft – mit 97,1 Milliarden Euro sechs Prozent weniger gebuchte Bruttobeiträge ein als im Jahr zuvor. Dem negativen Trend konnten sich nur wenige Marktteilnehmer entziehen, wie eine Auflistung im aktuellen Heft 7/2023 der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV) zeigt.
Ergo Vorsorge legte am stärksten zu
Demnach konnten nur 17 der 67 aufgeführten Akteure das Prämienaufkommen steigern. Zehn von ihnen legten um mindestens vier Prozent zu. Das stärkste Wachstum gelang dabei der Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG, die den Umsatz auf fast 2,3 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Die Ergo Vorsorge ist einer von nur drei Big Playern mit Beitragsplus (VersicherungsJournal 4.4.2023).
Um jeweils ein Siebtel bauten die BL die Bayerische Lebensversicherung AG (auf 502,9 Millionen Euro) und die noch relativ junge (30.6.2017) Dortmunder Lebensversicherung AG (auf 25,6 Millionen Euro) ihre Einnahmen aus.
Weiteren Anbieter mit vergleichsweise hohen Zuwächsen
Steigerungsraten zwischen knapp zehn und gut sieben Prozent schafften die Continentale Lebensversicherung AG (auf 1.093 Millionen Euro), die Targo Lebensversicherung AG (auf 1.186 Millionen Euro) und die Interrisk Lebensversicherungs-AG Vienna Insurance Group (auf 114 Millionen Euro).
Um fünf bis vier Prozent wuchsen die WWK Lebensversicherung a.G. (auf 1.318 Millionen Euro), die Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland (auf 1.376 Millionen Euro), die Dialog Lebensversicherungs-AG (auf 339 Millionen Euro) und die Barmenia Lebensversicherung a.G. (auf 298 Millionen Euro).
Nur Interrisk wuchs deutlich stärker als vor Jahresfrist
Dabei konnten die Dialog, die Ergo Vorsorge, die Targo und die Swiss Life das Zuwachstempo aus dem Vorjahr in etwa bestätigen. Die Dortmunder kehrte in die Wachstumsspur zurück.
Die Interrisk baute die Einnahmen stärker aus als 2021. Während die Continentale und die WWK etwas schwächer als 2021 zulegten, fiel die Steigerungsrate bei der Barmenia und der Bayerischen nur halb so groß aus wie vor Jahresfrist.
Weitere Lebensversicherer mit Prämienwachstum
Sieben weitere Marktteilnehmer sammelten 2022 mehr Bruttoprämien ein als 2021. Zu dieser Gruppe gehören:
- Universa Lebensversicherung a.G. (plus 3,5 Prozent auf 145,8 Millionen Euro),
- Canada Life Assurance Europe plc, Niederlassung für Deutschland (plus 3,0 Prozent auf 1.041,2 Millionen Euro),
- Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. (plus 2,7 Prozent auf 3.023,6 Millionen Euro),
- Baloise Lebensversicherung AG Deutschland (plus 1,9 Prozent auf 545,7 Millionen Euro),
- Mylife Lebensversicherung AG (plus 1,5 Prozent auf 332,6 Millionen Euro),
- Generali Deutschland Lebensversicherung AG (plus 1,3 Prozent auf 6.111,7 Millionen Euro) und
- LVM Lebensversicherungs-AG (plus 1,2 Prozent auf 891,4 Millionen Euro).
Details zur Geschäftsentwicklung liegen von vielen Marktteilnehmern nur auf Gruppenebene vor. Die Geschäftsberichte der Einzelgesellschaften sind vielfach noch nicht veröffentlicht, so dass über Hintergründe nicht berichtet werden kann.





