22.7.2026 – Im vergangenen Jahr kam die Huk-Coburg auf die niedrigste Verwaltungskostenquote. Für die DEVK stand die höchste Quote zu Buche. Bei Letzterer und der VRK ging es am stärksten nach oben, während der Barmenia und dem Münchener Verein die größten Reduzierungen gelangen.
Im Geschäftsjahr 2025 haben die privaten Krankenversicherer zwischen 0,9 und 6,0 Prozent der verdienten Bruttobeiträge für Verwaltungsaufwendungen ausgegeben. Dies zeigt eine Übersicht der VersicherungsJournal-Redaktion.
Datenbasis sind die Geschäftsberichte (Stand: 20. Juli 2026), die zum Redaktionsschluss von 30 in der Vollversicherung aktiven Gesellschaften vorlagen.
Die Krankenversicherer mit den niedrigsten Verwaltungskostensätzen
An erster Stelle liegt die Huk-Coburg-Krankenversicherung AG, die erneut als einzige Gesellschaft unter der Ein-Prozent-Marke blieb. Den Silberrang belegt weiterhin der Debeka Krankenversicherungsverein a.G. – mit einer Quote von aktuell 1,3 Prozent.
Dahinter folgen mit jeweils 1,7 Prozent die Alte Oldenburger Krankenversicherung AG, die Bayerische Beamtenkrankenkasse AG (BBKK) und die UKV – Union Krankenversicherung AG vor der Arag Krankenversicherungs-AG mit 1,8 Prozent.
Unter der Marke von zwei Prozent blieben ansonsten nur noch die Axa Krankenversicherung AG, die Hansemerkur Krankenversicherung AG und die Versicherer im Raum der Kirchen Krankenversicherung AG (VRK).
Die PKV-Anbieter mit den höchsten Quoten
Für sechs Marktteilnehmer errechnen sich Quoten von 3,0 Prozent oder höher.
Am unteren Ende der Rangliste findet sich die DEVK Krankenversicherungs-AG mit fast 6,0 Prozent wieder. Etwas über beziehungsweise unter vier Prozent waren es bei der Nürnberger Krankenversicherung AG und der Ottonova Krankenversicherung AG.
Auf vergleichsweise hohe Werte von 3,5 bis 3,0 Prozent kamen die Generali Deutschland Krankenversicherung AG, die Württembergische Krankenversicherung AG und die Concordia Krankenversicherungs-AG.
2,8 Prozent waren es bei der Mecklenburgischen Krankenversicherungs-AG, jeweils 2,7 Prozent bei der Münchener Verein Krankenversicherung a.G. und der DKV Deutschen Krankenversicherung AG.
Die Akteure mit den deutlichsten Verschlechterungen
Deutliche Veränderungen um 0,3 Prozentpunkte oder mehr waren nur bei sechs Marktteilnehmern zu beobachten. Dies waren einerseits die DEVK und die VRK, die sich jeweils um 0,3 Punkte verschlechterten.
Bei Ersterer stiegen die verdienten Bruttobeiträge mit einem Neuntel (auf 134,2 Millionen) nicht so stark wie die Verwaltungsaufwendungen (plus fast ein Sechstel auf acht Millionen). Bei der VRK standen um vier Prozent (auf 207,4 Millionen Euro) gestiegenen Einnahmen um fast ein Fünftel höhere Verwaltungskosten (3,9 Millionen Euro) gegenüber.
Diese Akteure senkten ihre Quote am stärksten
Um jeweils 0,4 Prozentpunkte verbessern konnten sich hingegen die Barmenia Krankenversicherung AG (auf 2,2 Prozent) und der Münchener Verein.
Bei Ersterer gingen die Verwaltungsaufwendungen um 7,4 Prozent auf 60,0 Millionen Euro zurück, während der Umsatz um 9,5 Prozent auf 2,72 Milliarden Euro stieg. Beim Münchener Verein sank der Aufwand um 4,8 Prozent auf knapp 19,2 Millionen Euro; während die Einnahmen um 4,5 Prozent auf 698,6 Millionen Euro wuchsen.
Ihre Quote um je 0,3 Punkte senken konnten die Debeka und die Süddeutsche Krankenversicherung a.G. (SDK). Bei Ersterer verminderte sich der Aufwand um knapp zwei Prozent (auf 126,7 Millionen Euro), während das verdiente Bruttoprämienvolumen um über ein Sechstel auf fast 9,66 Milliarden Euro stieg. Bei der SDK erhöhten sich die Einnahmen um 7,4 Prozent (auf 1,02 Milliarden Euro), bei gleichzeitig gesunkenem Aufwand (minus 3,6 Prozent auf unter 26 Millionen Euro).






