21.9.2026 – Angeführt von der Barmenia konnten acht private Krankenversicherer im vergangenen Jahr die Zahl der Ergänzungsversicherten entgegen dem Markttrend nicht ausbauen. Es verloren auch Alte Oldenburger, Debeka, Inter, Provinzial Hannover, Signal Iduna, Universa und VRK. Dies zeigt der Map-Report 945.
Die Zahl der Krankenzusatzversicherten ist 2025 auf rund 32,17 Millionen natürliche Personen gestiegen. Das Plus fiel nach vorläufigen Zahlen des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) mit 2,8 Prozent deutlich schwächer aus als ein Jahr zuvor (VersicherungsJournal 20.10.2025).
Seinerzeit war es um fast fünf Prozent aufwärts gegangen (21.10.2024). Seit 2015 war der Zuwachs allerdings nur ein weiteres Mal, und zwar 2020, höher als zuletzt. Geringstenfalls betrug die Steigerung im Betrachtungszeitraum etwa 1,3 Prozent (2016).
Barmenia mit größtem Rückgang bei Krankenzusatzversicherungen
Auf Ebene der einzelnen Unternehmen betrachtet sind laut Daten aus dem Map-Report Nummer 945 – „Bilanzrating private Krankenversicherung 2025“ höchst unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. So hatten acht Akteure Rückgänge zu verzeichnen.
Mit Abstand am stärksten fielen diese nach absoluten Zahlen bei der Barmenia Krankenversicherung AG aus, die über 75.000 (auf unter zwei Millionen) Ergänzungsversicherte verlor. Verminderungen von jeweils um die 8.500 Personen waren bei der Signal Iduna Krankenversicherung a.G. und dem Debeka Krankenversicherungsverein a.G. (auf jeweils gut 1,8 Millionen Individuen) zu beobachten.
Weitere PKV-Anbieter mit Bestandsverlusten
Jeweils niedrige vierstellige Bestandsverluste hatten hinzunehmen die Inter Krankenversicherung AG (auf rund 235.000 Personen), die Alte Oldenburger Krankenversicherung AG (auf 97.000), die Universa Krankenversicherung a.G. (auf 215.000) und die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG (auf 151.500). Etwa über 200 Zusatzversicherte verlor die Versicherer im Raum der Kirchen Krankenversicherung AG (VRK; auf 158.500 Personen).
Prozentual schrumpfte die Barmenia mit fast vier Prozent ebenfalls am stärksten. Die Alte Oldenburger büßte über zwei Prozent ein, Alte Oldenburger, Universa und Inter jeweils ein knappes Prozent. Bei der Signal Iduna und der Debeka betrugen die Verminderungsraten jeweils knapp ein halbes Prozent, bei der VRK gut 0,1 Prozent.
Weitere Studiendetails und Bezugshinweis
Während die Entwicklung bei der Barmenia, der Debeka und der VRK ins Negative drehte, hatten die übrigen fünf der vorgenannten Akteure zum zweiten Mal in Folge Einbußen hinzunehmen. Dabei nahm die Schrumpfungsdynamik bei der Inter minimal sowie bei der Alten Oldenburger, der Signal Iduna, der Provinzial Hannover und der Universa deutlich zu.
Der Map-Report Nummer 945 – „Bilanzrating private Krankenversicherung 2025“ ist bei der Franke und Bornberg GmbH erschienen. Er enthält auf 150 Seiten neben den detaillierten Ratingergebnissen auch Übersichten zu insgesamt mehr als zwei Dutzend Bilanzkennzahlen (Geschäftsjahr 2025) von rund drei Dutzend Anbietern.
Das Heft bietet auch Einzelübersichten mit acht ausgewählten Kennzahlen in der Zeitreihe von 2014 bis 2025. Es ist als E-Paper ab 495 Euro netto über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.







