Die besten Sterbegeldpolicen im Urteil von Franke und Bornberg

28.5.2026 – Das Analysehaus Franke und Bornberg hat im erstmals aufgelegten „Produktrating Sterbegeldversicherung“ ein Angebot der Allianz mit der zweitbesten Note „FFF“ ausgezeichnet. Je eine Lösung von Ideal und Zurich Deutscher Herold bekam ein „FF+“. Untersucht wurden insgesamt 59 Offerten von 30 Anbietern.

Die Franke und Bornberg GmbH (FuB) hat erstmals die Bedingungsqualität von Sterbegeldpolicen unter die Lupe genommen und Ende Mai die Ratingergebnisse veröffentlicht.

Der von FuB konzipierte Bewertungskatalog besteht aus 23 unterschiedlich gewichteten Prüfkriterien. Diese sind thematisch zwölf Hauptpunkten zugeordnet und reichen von „A“ wie Abweichungen beziehungsweise Assistanceleistungen über „L“ wie Leistungsausschlüsse bis „Z“ wie zusätzliche Leistungen.

So wurden die Sterbegeldversicherungen bewertet

Als Quellen für das Rating werden nach Unternehmensangaben ausschließlich die Versicherungsbedingungen sowie gegebenenfalls verbindliche Verbraucherinformationen, Antragsformulare, Versicherungsscheine, Geschäftsberichte und per Stichprobe verifizierte Daten genutzt.

Zunächst wurden die Produkte in einem Benchmarkingverfahren dahingehend überprüft, in welcher Ausprägung oder Qualität welche Detailleistungen und Einzelregelungen angeboten werden. Dies wird zur methodischen Vorgehensweise erläutert.

Von null bis 100 …

Die Qualität der jeweiligen Regelungen wurde in einem nächsten Schritt auf einer Skala von null für die schlechteste Ausprägung bis 100 für die beste Ausprägung eingeordnet. Danach wurden die einzelnen Leistungskriterien entsprechend ihrer Bedeutung aus Kundensicht gewichtet.

Um die Gesamtqualität der Tarife zu messen, hat das Analysehaus auf sein siebenstufiges Bewertungsschema von „FFF+“ („hervorragend“) über „FFF“ („sehr gut“) bis „F-“ („ungenügend“) zurückgegriffen.

Die Klassen sind nach eigenen Angaben so bemessen, dass geringfügige, für die Praxis unerhebliche Punktunterschiede nicht zur Einstufung in eine andere Klasse führen. Innerhalb der Ratingklassen sorgen zusätzliche Schulnoten für weitere Differenzierung.

… und Mindeststandards

Zudem müssen für eine Einordnung in bestimmte Ratingklassen zusätzliche Mindeststandards erfüllt werden. So müssen Toptarife unter anderem verzichten auf Leistungsausschlüsse bei inneren Unruhen, bei Kriegsereignissen, bei Strahlen sowie bei Terrorakten und ABC-Waffen beziehungsweise -Stoffen.

Weitere Details hierzu sowie zum Ratingverfahren allgemein sind in der Bewertungsrichtlinie Sterbegeldversicherung (PDF, 268 KB) nachzulesen.

Kein Testkandidat mit der Höchstnote

Von den untersuchten 59 Tarifkombinationen in diesem Segment schaffte keiner die Höchstnote „FFF+“ („hervorragend“). Nur die Allianz Lebensversicherungs-AG bekam für „BestattungsSchutzbrief (E159)“ die zweitbeste Note „FFF“ („sehr gut“).

Zwei Mal wurde ein „FF+“ („gut“) vergeben, und zwar an die Ideal Lebensversicherung a.G. („Ideal SterbeGeld + Baustein doppelte Leistung bei Unfalltod (StG) +Baustein Beitragsbefreiung ab Pflegegrad 4“) sowie die Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG („Sterbegeld + Baustein doppelte Leistung bei Unfalltod (StG)“).

Ein „befriedigend“ („FF“) bekamen zwölf Testkandidaten, 14 weitere Lösungen ein „ausreichend“ (F+“). 20 Offerten kamen über ein „mangelhaft“ („F“) nicht hinaus. Drei Angebote sind sogar nur „ungenügend“ („F-“).

Notenspiegel (Bild: Wichert)

Laut Christian Monke, Leiter Ratings Private Risiken bei FuB, sind Assistanceleistungen „heute das wichtigste Differenzierungsmerkmal in diesem Segment – und gleichzeitig die größte Schwachstelle vieler Tarife“.

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