Ziele sind Zeitschriftenverkauf und Auftragsakquise

21.9.2016 – Es kann gar nicht genug kritische Berichterstattung geben – zu Finanztest – aber auch sonstigen Ratings, die wie Pilze aus dem Boden schießen und sich wichtige Namen geben. Neuerdings auch gerne unter Zusatz der Deutschlandflaggen-Farben. Dabei wird – wie hier bei Finanztest – anmaßend der Kundenbedarf reduziert und daraus falsche Produktempfehlungen an Unwissende ausgesprochen. Ziel ist hier der Verkauf von Zeitschriften, Testergebnissen und sonstigen Dienstleistungen.

Von anderen wird – aus wenig nachvollziehbaren Fragestellungen oder Kenntnis der Befragten – die angebliche Servicequalität von Versicherungs-Unternehmen „getestet” und dann von einigen wenigen Befragten für „gut” befunden. Das Ganze wird werbewirksam veröffentlicht. Ziel ist hier die Auftragsakquise für „Studien”, die man in der Wissenschaft noch nicht einmal einem Erstsemester durchgehen ließe.

Im Wettlauf um Höher, Besser, Schneller, Weiter, Reicher, Schöner und so weiter will jeder mitmischen, um daraus sein eigenes Erfolgssüppchen zu kochen. Dabei ist es doch so einfach: Objektive Fakten-Darstellung von Unternehmensdaten, Beschwerdestatistik, Leistungs- und Preisvergleich durch einfache Darstellung der Fakten zu Produkt und deren Veröffentlichung durch Medien, die an dieser objektiven Darstellung nicht zusätzliches Geld verdienen müssen.

Gabriele Fenner

gabriele.fenner@vsmp.de

zum Leserbrief: „Grob fahrlässige Einschätzung der Tester”.

Artikel-Werkzeuge für Sie
Diese Seite empfehlen
Schlagwörter zu diesem Artikel
Weitere Artikel der Ausgabe vom 21.9.2016
Weitere Leserbriefe