22.9.2026 – Wenn manche Leute von Gerechtigkeit reden, ist es oft so, als wenn der Blinde von der Farbe spricht. Wo bitte ist denn im dualen System zwischen PKV und GKV ein Gerechtigkeitsproblem?
Die PKV-Versicherten bezahlen in aller Regel deutlich höhere Beiträge als GKV-Versicherte. Dann ist es doch auch logisch, dass dies auch in einem entsprechenden Leistungsniveau, angefangen von der Terminvergabe bis zur eigentlichen Behandlung, seinen Niederschlag findet.
Übrigens kann sich der gesetzlich Versicherte durch Zusatzversicherungen Leistungen hinzukaufen und sich so auf etwa PKV-Niveau hinaufsetzen.
Man wird den Niveauunterschied, der völlig zurecht besteht, nicht nivellieren können, es sei denn, man stellt die PKV-Versicherten den Gesetzlichen gleich. Dann aber wird das System der PKV aussterben.
Setzt man umgekehrt die Gesetzlichen auf das Niveau der Privaten, findet das bestimmt nirgendwo in der Politik Zustimmung. Davon unabhängig dürften so auch die Kassen bald leer sein. Was nun? Antwort: Nicht an jeder Schraube drehen. Auf gut Deutsch: Never change a running system!
Heinz Vollmer
zum Artikel: Stellt Friedrich Merz das Nebeneinander von GKV und PKV infrage?




