Wie wird ein „Verdienst” bei einer selbst genutzten Immobilien realisiert?

5.11.2025 – Sie schreiben: „Verdienstspanne von vermieteten oder selbst genutzten Häusern und Wohnungen in deutschen Städten liegt im langfristigen Mittel bei rund fünf Prozent.”

Wie ein „Verdienst” bei einer selbst genutzten Immobilie realisiert werden soll, erschließt sich mir auch nach dem Lesen des Artikels nicht. Vielmehr ist es ja so, dass der Eigentümer erstmal mehr als für ein vergleichbares Objekt zur Miete bezahlt und später dann Mieterhöhungen einspart, da er ja selbst die Immobilie besitzt.  Während er die Last der Sanierung und große Instandhaltungen selbst zahlt. Die Mietrendite kann man ja erst erzielen, indem man dann später als Einzelperson verkauft, steuerfrei.

Die Kaufnebenkosten bei ETF- und Aktienerwerb sind bei Sparraten von über 100 Euro p.m. mittlerweile vernachlässigbar bzw. nicht mehr relevant, während beim Immobilienerwerb einfach mal mindestens acht Prozent und mehr weg sind.

Dass die LBS das außen vor lässt, ist ja ein komischer Zufall (Ironie off). Dass Aktien beim Verkauf natürlich mit Abgeltungssteuer und Soli belastet werden, haut ordentlich rein. Aber die Rendite-Differenz von ein bis drei Prozent über die Laufzeit von über 30 Jahren ist erheblich durch den Zinseszins.

Und dazu kommt, wenn man vermietet: Beim ETF muss ich mich mit null Anrufen vom Mieter oder Handwerker rumschlagen oder Nebenkostenabrechnungen erstellen. Ein deutlicher Zeitgewinn für die persönliche Lebensqualität.

Richard Rahl

19richard.rahl@gmail.com

zum Artikel: „So viel Rendite wirft deutsches Betongold ab”.

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