21.2.2025 – Man kann eigentlich nur mit dem Kopf schütteln! Warum sollte ich dann eine Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und so weiter bei einem Versicherer abschließen, wenn die Run-off-Gesellschaften es sowieso besser können?
Der Kunde geht eigentlich einen Vertrag ein über 20, 30, 40 Jahre mit einem „Partner”, der ihm sagt, dass er sein Vertragspartner für diese Zeit ist. Es steht auch in keinen Vertragsbedingungen, daß sich mein „Vertragspartner” die Option offenhält, dass er meinen Vertrag verkaufen kann, wenn er meint, er ist nicht mehr rentabel.
Im Übrigen kann ich zur Effizienz der Run-off-Gesellschaften nur sagen, es ist teilweise katastrophal ist, wie lange es braucht, um zum Beispiel eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu erhöhen aufgrund von Heirat oder Nachwuchs (selbst erlebt mit der Run-off-Gesellschaft der Generali).
Und die Generali sagt dann: Tut uns leid, wir sind nicht mehr zuständig! Die Ausführungen meines Kunden, möchte ich hier gar nicht wiedergeben. Wir reden hier von Monaten ohne Rückmeldung und ohne Erreichbarkeit.
Welcher Makler kann denn guten Gewissens heute noch Vorsorgeprodukte beziehungsweise Arbeitskraftabsicherungen verkaufen, wenn er weiß, dass der Kunde irgendwann verkauft wird und ein sogenannter Investor darüber entscheidet, wie oft und wo er schlussendlich landet? Kann die Run-off-Gesellschaft denn auch den BU-Fall bearbeiten und zwar nicht nur unter Hedgefond Aspekten?
Altersvorsorgeprodukte von Versicherern werden von mir nicht mehr angeboten, es sei denn, der Kunde wünscht dies unbedingt!
Michael Schmid
zum Artikel: „Viridium-Verkauf „auf jeden Fall im ersten Halbjahr“”.




