9.4.2026 – Ich bin mir sicher, dass viele Menschen mehr und länger arbeiten würden, wenn ihnen die Arbeit Spaß machen würde und sie einen Sinn darin sehen würden, insbesondere Fach- und Führungskräfte. Leider geben sich viele Arbeitgeber echt Mühe, einem den Spaß und die Freude an der Arbeit zu verderben.
Das „hohe Management“ sollte, anstatt sich immer neue Zwangsmaßnahmen wie Wegfall der Familienversicherung einfallen zu lassen, besser darüber nachdenken, warum ihre Mitarbeiter es unter deutlichem Gehaltsverzicht nur eine halbe Arbeitswoche bei ihnen aushalten oder die erstbeste Gelegenheit nutzen, sich von ihnen zu verabschieden.
Und damit meine ich nicht den Obstkorb, kostenlose Getränke oder Ähnliches. Das hilft alles nichts, wenn die Arbeits- und Unternehmenskultur einfach nur schlecht sind. Ich habe im Studium mal gelernt, dass „Führen durch Vorbild“ am wirksamsten sei. Scheint so zu sein…
Auch die Politik zeigt, wie es geht: Viele schlaue Vorschläge, wie sich die Kraftstoffpreise beziehungsweise die dadurch erzeugte Kostenbelastung für Arbeitnehmer reduzieren lassen. Auf die einfachste und wirklich schnell umsetzbare Lösung, die Steuerbelastung zu reduzieren, kommt aber keiner. Warum sollen sich Arbeitnehmer „besser“ verhalten, als sie es an allen Ecken vorgelebt bekommen?
Frank Schmidt
zum Leserbrief: Steuermittel für zwei entgegengesetze Effekte verschwendet




