Warum auf Produkte beschränken, nach denen ein echter Bedarf besteht?

28.6.2024 – Über den Markt von Athen gehend soll Sokrates angesichts des vielfältigen Warenangebots gesagt haben „Wie zahlreich sind doch die Dinge, derer ich nicht bedarf!“

Würden nur Produkte gekauft, nach denen ein echter Bedarf besteht, wären die Märkte leer und die Innenstädte verödet. Es gäbe keinen Mangel mehr an Fachkräften. Es gäbe auch keinen Wohnungsmangel mehr, wenn all die Dinge, die gekauft aber nie benutzt wurden, mangels echtem Bedarf, darin nicht mehr untergebracht werden müssten. Es würde auch den ehrbaren Beruf der Messiberaterin kaum mehr geben, die bei der Entscheidung mit Nachdruck hilft, alles Unnötige aus Wohnungen zu entsorgen.

Bereits in den 1980er Jahren war von Kritikern des Verlagswesens zu hören, dass der Buchmarkt nicht dadurch beschränkt sei, dass mehr Zeit zum Bücherlesen fehlt. Die wenigsten gekauften Bücher würden gelesen: der Bedarf ist nur durch die Wandfläche für Bücherregale begrenzt.

Warum soll also gerade die Versicherungswirtschaft sich auf Produkte beschränken, nach denen ein echter Bedarf besteht? Sie müssen ja nicht von den Eltern gekauft werden – auch die Großeltern können dies.

Und wenn die Eltern in ihrer Verzweiflung, wo sie die vielen Spielsachen noch unterbringen sollen, den Großeltern solche Geschenke verbieten, Süssigkeiten aus anderen Gründen ohnehin, dann zeigt sich doch klar der Bedarf nach solchen platzsparenden und gesundheitlich unschädlichen Produkten, mit denen dann Großeltern unbeanstandet ihre Zuneigung zeigen können.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Artikel: „Astra Versicherung erhält „Preis“ für das schlechteste Versicherungsprodukt”.

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