Vielleicht gibt es ja mal ehrliche Politiker

26.8.2005 – Wenn eine korrekte Beratung gemacht wurde, die potenzielle Kunden auf die Vor- und Nachteile der Altersvorsorge aller Art informiert werden, ist doch klar, dass eine Rendite, die durchschnittlich über 6 Prozent bringt (was auch MAP ermittelt hat), immer noch besser ist, als eine versprochene, die nie bzw. nicht eingehalten wird.

Denn bei Fonds ist nichts sicher, weiß der Mensch wie viel heraus kommt, wenn er auf Rente geht? Kann er dann noch warten, bis sein damaliger Fond eventuell den gewünschten Wert bringt? Nein.

Bei der klassischen Lebensversicherung kann jedoch die BU integriert werden, die dann bei BU bezahlt wird und beitragsfrei weitergeführt wird. Darüber hinaus kann diese, falls notwendig, als Finanzierungssicherheit oder bei Nachverhandeln des Zinses bei der Wohnimmobilie abgetreten werden.

Denn eins ist klar: wir, die in der Versicherung arbeiten, sollten eine bedarfsgerechte, wunschorientierte Beratung machen, die den Bedürfnissen gerecht wird. Also Förderrente als Grundversorgung, dann den Job absichern, wenn möglich in eine Lebensversicherung, Haftpflicht und Unfallversicherung, der Rest ist dann pure Geldfrage, aber die existentiellen Bedürfnisse werden abgesichert, wobei davon eine Absicherung von Anfang an klar sein sollte, eine Krankenversicherung.

Schade nur, dass den meisten das marode gesetzliche System aufdoktroniert wird, was leider nicht kapitalgedeckt ist. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, wieso sollte Deutschland nicht einmal wach werden und sich eventuell auch funktionierende Systeme aus den Nachbarländern abschauen, die dieses längst erkannt haben und auf kapitalgedeckte Altersvorsorge umstellen.

Vielleicht gibt es ja mal ehrliche Politiker, die nicht nur in „4-Jahres-Zeiten" (sprich Legislaturperiode denken), dann könnten wir bald auch mal von Generationenvertrag reden, dieses zieht sich durch alle soziale Absicherungen. Damit würden die Lohnnebenkosten, die Deutschland kaputt machen, gesenkt und ausländische Investoren wieder angelockt. Denn bei den Anstrengungen, die die deutsche Wirtschaft in den letzten 2 Jahrzehnten erwirtschaftet hat, stören nur noch die Lohnnebenkosten.

Aber angeblich mischt sich ja keine Bundesregierung in die Tarifautonomie, aha....was ist mit den sozialen Sicherungssystemen, die chronisch pleite sind und nicht verbessert, sondern immer noch verschlimmbessert werden, um Hoffnungen zu suggerieren, woran keiner mehr glaubt.

Lasst endlich Menschen mit Sachverstand und längerem Denken an die Politik, die auch langfristig denken und nicht nur ihre eigenen Schäfchen ins Trockene bringen....

Ralf Oertel

info@ralf-oertel.de

zum Artikel: „Unsicherheit und Immobilie machen das Rennen“.  

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