5.11.2012 – Die laufende Courtage beträgt bei Sachverträgen im Schnitt circa 20 Prozent des Nettobeitrages und bei Verträgen der privaten Krankenversicherung ein bis zwei Prozent. Ein Privatkunde benötigt kaufmännisch gerechnet, damit der Verwaltungsaufwand einigermaßen in einem Maklerbüro finanziert ist, circa 800 Euro Beitrag pro Jahr.
Selbst dann würde ich noch nicht jährlich einmal im Jahr zum Kunden fahren können, denn für die Hin- und Rückfahrt inklusive Kundenberatung braucht man circa drei Stunden und dann beträgt der Stundenlohn bei diesem Kunden circa 53,33 Euro Brutto, was für einen Unternehmer schlicht unwirtschaftlich ist.
Sie haben Recht, Herr Müller, dass sich tatsächlich häufig die Frage nach der Berufswahl stellt oder aber die Frage, welchen Kunden darf ich als Berater überhaupt wirtschaftlich tragend beraten? Gleichzeitig ist aber keine Branche am Markt so von der Politik und den Anbietern reguliert, wie der Versicherungsbereich.
Wenn die Anbieter in ein paar Jahren keine Berater mehr haben, welche die Produkte beratend vertreiben, ist sicherlich niemandem geholfen und auch der Pflege-Bahr braucht Beratung.
Oder sollen das allumfassend die „angeblich“ unabhängigen, aber staatlich gestützten Verbraucherschutz-Organisationen vollziehen, welche ja ebenfalls stets kräftig über die schlimmen Berater herziehen?
Hans-Jürgen Kaschak
zum Leserbrief: „Es stellt sich die Frage der Berufswahl”.




