5.9.2012 – In der Ausbildung zum Versicherungskaufmann erfährt man, dass versicherungstechnische Ergebnisse von fünf bis zehn Prozent als „gesund“ gelten. Unternehmen der privaten Krankenversicherung mit mehr als 15 Prozent Ergebnis müssten sich dann eigentlich fragen lassen, warum sie nicht die Beiträge senken.
Auch dass eine einzelne Bilanzkennzahl nie ohne Korrelation zu den anderen Bilanzwerten wie Schadenquote oder Alterungsrückstellungen ein Bild ergeben, ist eine Binsenweisheit. Letztere wiederum betrachtet man am besten in Zusammenhang mit dem versicherten Kundenkreis. So benötigen Öffentlicher-Dienst-Bestände in der Regel prozentual wegen im Alter etwas steigender Beihilfe etwas weniger Alterungsrückstellungen als Bestände der Privatwirtschaft.
Was also die Untersuchung belegen will, ist wolkig. Schlüsse lassen sich so wohl nur wenige ziehen. Ein zum Beispiel jüngst durch starke Beitragserhöhung für 2012 aufgefallenes Versicherungs-Unternehmen glänzt noch mit in 2011 steigender Ergebnisquote durch starken Kundenzuwachs mit Spartarifen. Mal sehen, wie das in 2012 ausschaut.
Michael Sturhann
zum Artikel: „Die profitabelsten Krankenversicherer”.




