5.4.2013 – Nun endlich – man bastelt ja schon seit mehr als zwei Jahren daran – also auch Formaxx mit einer „Beratungssoftware“, wie die anderen Vertriebe, „damit die verschiedenen Vermittler trotz unterschiedlichen Hintergrunds einem Kunden die gleichen Ratschläge geben.“
Da kann dann weiterhin der „Ungelernte“ „beraten“ und der Umsatz in der Struktur stimmt. Und trotzdem: „Streitigkeiten wegen Falschberatung sollen damit der Vergangenheit angehören.“
Natürlich: Welcher Finanzvertrieb will keine Haftungssicherheit? Lieber Kunde: Wenn Sie nicht kaufen, was wir Ihnen mit unserer Software sagen, sind Sie selbst schuld. Und alles: „Mit Defino könne ein Berater (...) innerhalb von zehn bis 15 Minuten einen Überblick über ihre Vorsorgesituation geben." (Nachdem er mehrere Stunden Daten eingesammelt und -getippt hat...)
Was kostet den Kunden die „Beratung“? 200 Euro Schutzgebühr? (Haftungssicher!) Und was dann? Muss er Versicherungen kaufen! Wo? Beim Berater oder beim Vermittler?
Zum Glück ist die Software, Schulung und Zertifizierung so billig, dass man als „Berater“ nicht viel Lehrgeld zu zahlen hat. Wenn dann demnächst der TÜV-Stempel drauf ist und auch noch eine offizielle Adelung „beim Deutschen Institut für Normung als DIN Spezifikation“ in Aussicht gestellt wird, dann muss sich das einfach verkaufen. Und der geschützte Verbraucher bekommt, was er verdient.
„Der BVK e.V. möchte sich zu dem Thema nicht äußern.“ Vielleicht hätte ich das auch lieber gelassen.
Thomas Flanz
zum Artikel: „Wie eine genormte Beratung aussehen kann”.




