Realer Lohnrückgang um fünf Prozent

13.8.2025 – Real bedeuten die 20 Prozent Steigerung der Aktuars-Gehälter seit 2017 indes angesichts 26 Prozent Inflation von 2017 auf 2025 einen realen Lohnrückgang um fünf Prozent.

Allerdings ist die Deutsche Aktuarvereinigung keine Gewerkschaft, sondern wohl eher bemüht, ausreichend viele genug qualifizierte Aktuare für die Versicherungsbranche heranzuziehen. Auch damit kein Mangel eintritt, durch den womöglich höhere Gehälter gezahlt werden müssten.

Dies wird dadurch verstärkt, dass die Entscheidung zum Aktuarsberuf auch eine weitgehende Festlegung auf die Versicherungsbranche bedeutet. Ein Wechsel in eine andere Branche ist angesichts der speziellen erworbenen Qualifikationen nur schwer vorstellbar.

Ich habe als Verantwortlicher Aktuar im Jahr 2000 bereits 92.000 Euro Jahresgehalt erhalten, Dienstwagen und Altersversorgung noch nicht mitgerechnet. Das wären angesichts der 85 Prozent Bruttolohnsteigerungen aller Vollzeitbeschäftigten bis heute in Deutschland nun mindestens 170.000 Euro. Die genannten 106.000 Euro im mittleren und 134.000 Euro im Senior-Management relativieren sich da doch stark.

KI kann dazu führen, dass ein großer Teil der Aktuare zum Redigieren der durch sie erstellten Arbeiten und Texte eingesetzt wird, nicht mehr, um Ergebnisse selbst zu erstellen. Das spüren heute schon Übersetzer, die KI-Übersetzungen nur noch redigieren, und nicht mehr selbst übersetzen. Und dafür weit weniger als bisher an Vergütung erhalten, soweit sie den Beruf nicht ganz aufgeben.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Artikel: „Was versicherungsmathematische Spezialisten verdienen”.

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