4.3.2016 – In den letzten Jahren ist immer häufiger ein Ausnutzen des Beraterwissens durch die Kunden zu vernehmen. Nicht selten kommt es vor, dass der Berater um Rat gefragt wird und der Kunde dann mit dem vom Experten ausgearbeiteten Vorschlag im Internet nach einer billigeren Lösung sucht. Auf was es beim angebotenen Versicherungsschutz ankommt, hat er ja vom Berater erfahren, und im Provisionsvertrieb war die Beratung ja auch kostenlos.
Für einen Anbieter spielt die Qualität der Beratung unter dem Strich keine Rolle, was man an unzähligen Kooperationen verschiedenster Unternehmen erkennen kann. Das Digitalisierungsangebot der Versicherer ist alles andere als vorzeigehaft und auch Bipro wird bei Weitem nicht von allen Anbietern, wie gerne suggeriert, vollends unterstützt.
Die Produkte werden stets komplexer gestaltet, was nach meiner Ansicht auch Methode hat, und die Folge daraus ist ein zunehmendes Rosinenpicken bei den angenommenen Anträgen. Die Aussage, dass man den Beratungsansatz unterstützen wolle, deckt sich nach meinem Verständnis jedoch nicht mit Kooperation mit beratungslosen Dienstleistern wie eben Fintechs beziehungsweise sonstigen Onlineportalen.
Auch die unzähligen Kooperationen mit Autoherstellern untergrabern den Ansatz einer qualitativ hochwertigen Beratung. Der Großteil der Makler arbeitet mit eigenen Verwaltungsprogrammen und woran es hackt, ist eine einheitliche Datenbasis, welche tatsächlich nicht in Maklers Hand liegt. Wer Qualität in der Beratung will, muss diese auch leben!
Hans-Jürgen Kaschak
zum Artikel: „Digitalisierung: „Makler, alleine schafft ihr das nicht“”.




